Esoterik in Wien: Von Selbstheilung und Wunderwasser

Bild: svz.de
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Besonders Frauen mittleren Alters interessieren sich für Esoterik. Alternative Gesundheitsthemen liegen im Trend


Von Franziska Stoidl|derStandard.at

Noch nie waren sich Esoterik und Songcontest näher, als vergangenes Wochenende: Wer zu den Esoteriktagen in der Halle E der Wiener Stadthalle wollte, musste sich erst durch Staubwolken und Absperrungen kämpfen. Denn die Arbeiten für den Songcontest, der hier im Mai stattfindet, sind in der Zielgeraden.

In der Halle E, einem überschaubaren Teil der Stadthalle, ist von dieser regen Betriebsamkeit am Freitag Nachmittag noch wenig zu spüren. Insgesamt 70 Unternehmer, die sich dem esoterischen Bereich zugehörig fühlen, stellen hier aus. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen: Hier wird aus Karten gelesen, Aura interpretiert und für diverse Weltanschauungen geworben. Über der Halle schwebt der schwere Duft von Räucherstäbchen.

Franz Prohaska organisiert mit seiner Münchener Eso-Team Gmbh Messen in Deutschland und Österreich. „Alternative Gesundheitsthemen greifen immer mehr“, beobachtet er. „Denn wenn Sie heute im Krankenhaus liegen, wird der Arzt betonen, was für einen großen Anteil an der Heilung der Mensch selbst mit seinen positiven Gedanken hat.“

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Zwei rechte Gewalttaten in Ostdeutschland – jeden Tag!

Eine Demonstration von Neonazis © Tim @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten in Ostdeutschland sind im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent gestiegen. Wie unabhängige Opferberatungsstellen mitteilen, wurden mindestens 1.156 Menschen verletzt und massiv bedroht.


MiGAZIN

Rechtsextreme Gewalttaten haben 2014 in Ostdeutschland deutlich zugenommen. Nach Zählung der unabhängigen Opferberatungsstellen wurden in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin insgesamt 782 Angriffe registriert, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei wurden mindestens 1.156 Personen verletzt und massiv bedroht, wie die Berliner Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt «Reach Out» am Montag mitteilte. In 60 Prozent der erfassten Fälle hätten rassistische Tatmotive eine zentrale Rolle gespielt.

Statistisch gesehen fanden 2014 in Ostdeutschland pro Tag zwei politisch rechts motivierte Gewalttaten statt, wie die Beratungsstellen mitteilten. Häufigstes Gewaltmotiv war den Angaben zufolge mit 457 Fällen Rassismus. Das entspricht einer Steigerung von 30 Prozent. 23 Fälle hatten einen antisemitischen Hintergrund. In sieben Fällen waren die Opfer Journalisten.

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Das war richtig

todesspritze

Der Psychiater Manfred Lütz schrieb, warum eine so einseitige Darstellung niemals hätte erscheinen dürfen. Der Jurist Heinrich Schmitz begutachtet den Fall und kommt zu anderen Ergebnissen


Von Heinrich Schmitz|Christ & Welt

Ein irritierender Text. Die ausführliche Schilderung der Tötung einer Frau durch Ehemann und Tochter. Geschildert von der Tochter. Harter Stoff. Schonungslos, drastisch, schwer zu verkraften. Der Psychiater, Bestsellerautor und Theologe Manfred Lütz ist der Meinung, es sei falsch, den Text zu veröffentlichen (»Das war falsch«, Christ&Welt Nr. 14 vom 1. April 2015, Seite 2). Weil er nicht zu einer nachdenklichen Diskussion anrege, sondern diese verhindere. Das Gegenteil ist der Fall. Das war richtig. Die Diskussion läuft.

»Das ist ein eiskalter Mord«, schrieb AfD-Frontfrau Beatrix von Storch, die es als Juristin besser wissen müsste. Ins gleiche Horn stießen PI-News mit »Christ und Welt propagiert Mord als christliche Sterbehilfe«. Doppelter Unfug. Durch die Veröffentlichung wurde nichts propagiert, und die Tat ist zwar eine strafbare Handlung, aber kein Mord.

Treffen die Angaben der Tochter zu, hatte die Mutter vor der Tat mehrfach eindringlich gebeten, sie zu töten. In diesem Fall handelt es sich nicht mal um ein Verbrechen, sondern um ein Vergehen: Tötung auf Verlangen.

»Das ist ein eiskalter Mord«, schrieb AfD-Frontfrau Beatrix von Storch, die es als Juristin besser wissen müsste. Ins gleiche Horn stießen PI-News mit »Christ und Welt propagiert Mord als christliche Sterbehilfe«. Doppelter Unfug. Durch die Veröffentlichung wurde nichts propagiert, und die Tat ist zwar eine strafbare Handlung, aber kein Mord.

Treffen die Angaben der Tochter zu, hatte die Mutter vor der Tat mehrfach eindringlich gebeten, sie zu töten. In diesem Fall handelt es sich nicht mal um ein Verbrechen, sondern um ein Vergehen: Tötung auf Verlangen.

Die ist in Paragraf 216 des Strafgesetzbuches (StGB) wie folgt geregelt: »(1) Ist jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getöteten zur Tötung bestimmt worden, so ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen. (2) Der Versuch ist strafbar.«

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Leitender Bild-Redakteur im Gotteswahn

Bild-Werbung am Springer-Hochhaus in Berlin Foto: Frank M. Rafik | CC BY-NC-SA 2.0
Der stellvertretende Chefredakteur von bild.de, Daniel Böcking, bekennt sich in einem Artikel zu Jesus Christus. „Für mich ist es Zeit, laut von der Liebe Gottes zu erzählen“, schreibt er.


pro Medienmagazin

Böckings Bekenntnis steht seit Dienstagnachmittag auf bild.de. Das Schreiben sei ihm nicht leicht gefallen, gibt er zu – entsprechend heißt der Beitrag „Warum ich mich heute als Christ outen will!“. In der Redaktion habe er sich bislang mit Äußerungen über seinen Glauben zurückgehalten. Aufgrund des Terrors durch den Islamischen Staat (IS) könne er jedoch nicht länger „die Füße still halten“. „Für mich ist es Zeit, laut von der Liebe Gottes zu erzählen und von der Vergebung durch Jesus Christus. Von unseren Werten als Christen und warum sie genau jetzt so wichtig sind!“, schreibt der Journalist. Am liebsten würde er zu den IS-Kämpfern gehen und ihnen sagen: „Hör auf mit dem, was du da tust, und kehr um! Gott liebt auch dich und kann dir vergeben. Das, was du da tust, hat nichts mit Gott zu tun und ist in keiner Religion eine gute Tat.“

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Das Ende naht – wieder einmal

Bild: Wikimedia Commons/MacVT (CC-BY-SA 3.0)
Bild: Wikimedia Commons/MacVT (CC-BY-SA 3.0)
Schriftsteller und Philosophen erklären den aufgeklärten Westen zum Auslaufmodell. Das taten sie schon vor gut 100 Jahren – mit katastrophalen Folgen. Das muss sich nicht wiederholen. Eine Spurensuche.


Von Beat Metzler|Der Bund

Die Mikrowelle hatte eine neue Macke entwickelt, sodass ich meine Fertigmenüs in der Pfanne erwärmen musste.
(Michel Houellebecq, «Unterwerfung»)

Unbehagen, Missmut, Weltekel: Solche Empfindungen plagen gerade viele westliche Intellektuelle. Oft führen die Denker ihre schlechte Stimmung auf eine ähnliche Gegenwartsdiagnose zurück: Der Westen verendet an der eigenen Beliebigkeit. Spätkapitalistische Gesellschaften bringen vereinsamte, schlaffe Menschen hervor, die sich so lange in den Mühlen des Konsums drehen, bis ihnen nur noch schwindelt.

Prominenter Vertreter dieser These ist Michel Houellebecq. In seinem neuen Roman «Unterwerfung» zwängt sich ein Literaturwissenschaftler in das Überzeugungskorsett der Religion. Dieses stützt sein Leben mit Sicherheit, Sinn, Geborgenheit. All das fehlte in seinem früheren Alltag, der aus Fertiggerichten, Bordellbesuchen, einsamen Urlauben und Fernsehschauen bestand.

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Gesche Joost für mehr Religions-Spam im Internet

Gesche Joost, Bild: tagesschau.de
Zu den berufenen Mitgliedern der neuen EKD-Synode, die sich am 1. Mai in Würzburg konstituiert, gehört Gesche Joost. Sie ist Design-Professorin und Internetbotschafterin der Bundesregierung. Ihre Botschaft an die evangelische Kirche: Sie solle neue Technik und Internet für ihre eigenen Themen nutzen – zum Beispiel, wenn es um Inklusion geht.


evangelisch.de

Wie kommt es eigentlich, dass Sie EKD-Synodale werden? Und freuen Sie sich auf diese Aufgabe? 

Gesche Joost: Ja, ich bin sehr gespannt! Ich wurde zur Mitarbeit eingeladen. Das hing mit meinem Vortrag auf der letzten Synode (in Dresden 2014) zusammen, bei dem das Thema „vernetzte Kommunikation/digitales Zeitalter“ im Zentrum stand. Dieses Thema stellt uns als Gesellschaft vor ganz neue Herausforderungen. Mich interessiert, welche Wertediskussionen durch die Digitalisierung angestoßen werden, wie man Teilhabe fördern und Gemeinschaften unterstützen kann und wie wir zu einer inklusiven Gesellschaft werden. Das ist wohl der Hintergrund, warum ich eingeladen wurde, in der Synode mitzudiskutieren.

Ihre beruflichen Themenfelder sind Design, Internet, Mensch-Maschine-Interaktion. Braucht die Evangelische Kirche in Deutschland jemanden wie Sie?

Joost: Die Themen sind sicherlich wichtig. Denn im Netz findet man auch andere Formen, wie man Gemeinschaft gestaltet, wie man zusammenfindet, auch wie man sich engagiert und diskutiert. Und das sind wichtige Impulse, die für eine fortwährende Weiterentwicklung der kirchlichen Gemeinschaft gebraucht werden. Und andererseits werfen auch viele Technologiethemen wichtige ethische Fragen auf, die im Rahmen der Synode diskutiert werden sollten. Ich bin ja auf der einen Seite politisch aktiv, auf der anderen Seite habe ich als Professorin an der Universität viel mit der jungen Generation zu tun. Deren Denkweise mit einzubringen, ist für mich eine interessante Aufgabe.

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Möchtegern-Reformatorin Ayaan Hirsi Ali erklärt den Islam

ayaan-hirsi-aliIst sie eine Luther-Figur des 21. Jahrhunderts? Ayaan Hirsi Ali will mit „Reformiert euch!“ dem Islam eine neue Stoßrichtung geben. Doch sie beraubt eine ganze Religion ihres Kerns.


Von Thomas Avenarius|Süddeutsche.de

Kritik am Islam ist im Wortsinn fast immer billig: Jeder kann, jeder darf und jeder hat irgendwo ein bisschen oder sogar sehr, sehr Recht, solange im Namen des Islam gesteinigt, geköpft und gemordet wird. Wer bestreitet, dass diese große östliche Religion sich selbst in Frage stellen muss, ist entweder ein bockbeiniger Fundamentalist vom Islamischen Staat oder ein pseudotoleranter Kulturversteher aus Tübingen.

Seit dem 11. September geht es um wenig anderes. Der Erkenntnisgewinn in Sachen Islam und Moderne wird auch nicht größer, wenn das Mohammed-Bashing von Ayaan Hirsi Ali kommt, Frauenrechtlerin, Politikerin, Wissenschaftlerin und weltbekannte Apostatin.

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Bodo Ramelow und Werner Henning über Staat und Kirche

Ministerpräsident Bodo Ramelow und Landrat Werner Henning (rechts) diskutierten in der Galerie in der Burg Großbodungen am Sonntagnachmittag über Staat und Religion. Foto: Fabian Klaus
Großbodungen (Eichsfeld). Im Raum ist die Spannung spürbar. Dicht gedrängt sitzen 120 Menschen und warten auf die Protagonisten des späten Nachmittags.


Von Fabian Klaus|Thüringer Allgemeine

Im Raum ist die Spannung spürbar. Dicht gedrängt sitzen 120 Menschen und warten auf die Protagonisten des späten Nachmittags. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Landrat Werner Henning (CDU) treffen in Großbodungen zusammen – und sprechen über „Religion und Kirche – Staat und Politik“. Mit großer Spannung wird erwartet, was sich beide zu sagen haben. Der rote Ministerpräsident und der schwarze Landrat. Wer aber dieses Zusammentreffen auf die Farbe der Partei zu reduzieren versucht, der geht mit seiner Analyse fehl. Die Zuhörer erleben weit mehr. Sie erleben zwei Politiker, die sich nicht auf ihre Partei berufen und mit ihrem Auftreten schon die These von Raban Graf von Westphalen, er ist mit Frau Gerlinde Gräfin von Westphalen Gastgeber für das Gespräch in der Galerie der Burg in Großbodungen, stützen. „Wir sollten die Farben hinter uns lassen. Das gehört in das letzte Jahrhundert“, sagt der Moderator. Da geht das zweistündige Gespräch schon auf sein Ende zu.

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Dodo Hahne: Rettet das Zigeuner-Schnitzel!

800px-Peter_Hahne1Empörung gegen den täglichen Schwachsinn. Werte, die wichtig sind. Ein neues Buch von Peter Hahne


kath.net

Die wöchentlichen Kolumnen von Peter Hahne in der Bild am Sonntag sind eine Institution. Seit Jahrzehnten. Der populäre Publizist nimmt kein Blatt vor den Mund und regt zum Nachdenken an. Vor allem fordert er auf, Stellung zu beziehen. Gegen die tägliche Verdummung, gegen die Gier, gegen Unmenschlichkeit. Für Engagement, für selbstbewusste Toleranz, für ethisch-verantwortliches Handeln. Denn dieses Land ist unser Staat. Aber nur, wenn wir uns als Bürger einmischen.

„Weichei“ Josef Haslinger: „Charlie Hebdo“ trägt nicht zur Versöhnung bei

Bild. Charlie Hebdo
Bild. Charlie Hebdo
Der Präsident des deutschen PEN-Zentrums, Josef Haslinger, hat die Auszeichnung der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ mit einem US-Preis für Meinungsfreiheit kritisiert.


DER TAGESSPIEGEL

Die Zeitschrift überziehe religiöse Menschen mit Spott, dadurch fühlten sich viele beleidigt, sagte Haslinger am Mittwoch dem Deutschlandradio Kultur. „Das muss man nicht unbedingt mit einem Preis auszeichnen.“

Haslinger warf „Charlie Hebdo“ vor, die Zeitschrift trage in Paris zur Verschärfung des Klimas zwischen den gesellschaftlichen Gruppen bei – und nicht zur Versöhnung. Er wolle mit seiner Kritik der Freiheit der Kritik und Kunst keine Grenzen setzen, aber man müsse nicht alles mit einem Preis unterstützen.

„Wir sind darauf angewiesen, dass wir zu einem gedeihlichen Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Religionen kommen“, hob Haslinger hervor.

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Apostel Ipolt: Deutsche Vertriebene sollen Flüchtlingen heute helfen

Görlitzer Bischof erinnert daran, dass nach 1945 Millionen Deutsche aus dem Osten in West- und Mitteldeutschland aufgenommen wurden. «Heute ist es ja deutlich weniger dramatisch als damals – auch was die Zahl der Flüchtlinge angeht».


kath.net

Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes hat der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt (Foto) besonders die Heimatvertriebenen zur Flüchtlingshilfe gemahnt. In einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erinnerte er am Mittwoch daran, dass nach 1945 Millionen Deutsche aus dem Osten in West- und Mitteldeutschland aufgenommen wurden. «Gerade diejenigen, die das selbst erlebt haben – beziehungsweise ihre Kinder und Enkel – sollten heute ein wenig von dieser Gastfreundschaft zurückgeben», betonte der katholische Oberhirte. «Das wäre aus meiner Sicht eine ideale Form der Erinnerung.»

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Wie München zur Brutstätte für den Nazi-Terror wurde

Quelle: Stephan Rumpf/SZ Photo
  • Am 1. Mai eröffnet das NS-Dokumentationszentrum in München. Die SZ setzt sich in mehreren Texten mit der schwierigen Vergangenheit der Stadt auseinander und wirft einen ersten Blick in das neue Haus.
  • Alles zum Thema finden Sie auf dieser Seite.
  • Im folgenden Artikel lesen Sie, wie leicht es für Hitler war, die nationalsozialistische Bewegung im München der Zwanzigerjahre zu etablieren.


Von Franziska Brüning|Süddeutsche.de

Wer heute mit Blick auf die Feldherrnhalle bei Sonnenschein einen Kaffee trinkt, denkt in der Regel nicht daran, dass dieser Ort eine zentrale Kultstätte der Nationalsozialisten war. München ist schön, es fällt leicht darüber hinwegzusehen, dass hier Adolf Hitlers politische Karriere begann. Die Stadt selbst hat viele Jahre lang nur ihre guten Seiten betont, die Auseinandersetzung mit ihrer NS-Vergangenheit aber gescheut.

Dabei ist unstrittig: München war die Keimzelle des Nationalsozialismus.

Das Hofbräuhaus war das Stammlokal der Mitglieder der NSDAP, hier verkündete die Partei ihr Programm, hier sind zuerst die nationalsozialistischen Parolen zu hören gewesen, und auf den Straßen testeten die Nazis die Wirkung ihres antisemitischen Terrors. Das Pressehaus des Völkischen Beobachters, der Parteizeitung, stand in der Schellingstraße. Hitlers „Mein Kampf“ wurde in der Nähe des Isartors verlegt. Die Lieblingsstadt des Diktators erhielt nach der Machtübernahme 1933 den Titel „Hauptstadt der Deutschen Kunst“. 1935 ernannte Hitler sie zur „Hauptstadt der Bewegung“. Und bis zum Ende des NS-Staates war die Zentrale der NSDAP in der Maxvorstadt.

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Türkischer Heiratsmarkt: Syrische Importbräute lösen Russlands Damen ab

Syrische Frauen befinden sich derzeit oft in einer prekären Lage und suchen ihr Glück an der Seite eines türkischen Mannes. (Foto: Flickr/ Mei’s Wedding by Kan Wu CC BY 2.0)
Türkische Frauen haben es auf dem Heiratsmarkt derzeit mit harter Konkurrenz aus dem Ausland zu tun. Waren es zunächst russische Damen, die die Männer in der Türkei für sich gewinnen konnten, sind es jetzt vor allem Frauen aus Syrien. Sie erscheinen offenbar loyaler und gehorsamer als die einheimischen Kandidatinnen.


Deutsch Türkische Nachrichten

Türkische Männer finden derzeit offenbar vermehrt Gefallen an Frauen aus dem benachbarten Syrien. Noch vor nicht allzu langer Zeit gehörte ihr Herz den russischen Damen. Die Brautschau im Ausland hat lange Tradition. In den vergangenen Jahrhunderten waren es Ukraininnen, Tscherkessinnen und andere.

„Ich nenne es die unerklärliche Leidenschaft türkischer Männer für ausländische Frauen“, schreibt die türkische Hürriyet-Reporterin Belgin Akaltan. Bereits in der Vergangenheit hat sie sich mit diesem Thema auseinander gesetzt. Doch die Faszination scheint ungebrochen. Die Gründe liegen ihrer Meinung nach auf der Hand: „Ausländische Frauen sind hübsch; sie erscheinen geheimnisvoll, weil sie Ausländerinnen sind. Sie erwecken in türkischen Männern die Lust, um sie zu kämpfen und sie zu erobern.“ Es herrsche die Meinung, dass Frauen aus dem Ausland leichter für Sex zu haben wären. Und obendrein glaubt man, dass die gemeinsamen Kinder aufgrund ihrer Schönheit noch ansehnlicher werden würden.

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So explodieren Lithium-Ionen-Akkus

Fontänen geschmolzenen Materials schießen aus dem Inneren eines überhitzten Lithium-Ionen-Akkus mit interner Schutzhülle. © Shearing et al./ Nature Communications
Es dauert nur Minuten: Wenn Lithium-Ionen-Akkus überhitzen, stößt dies in ihrem Inneren eine sich hochschaukelnde thermische Reaktion an. Der Akku heizt sich dann in kürzester Zeit auf mehr als 1.000 Grad auf, wie Echtzeit-Aufnahmen des Akku-Inneren nun belegen. Je nach Konstruktion kann dann die gesamte Batterie platzen. Der Einblick in das Innenleben eines explodierenden Akkus könnte dazu beitragen, die nahezu überall eingesetzten Batterien künftig sicherer zu machen, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“.


scinexx

Lithium-Ionen-Akkus stecken in Handys, Kameras und Tablets, aber auch in Elektroautos oder Flugzeugen. Hunderte Millionen der leistungsstarken Batterien werden jedes Jahr produziert und transportiert. Doch sie sind nicht ohne Risiko: Entsteht in ihrem Inneren ein Kurzschluss oder werden die Akkus von außen zu stark erhitzt, dann können sie beginnen zu brennen oder sogar explodieren.

Akkus im Hitzetest

Was bei einer überhitzten Lithium-Ionen-Akku im Inneren passiert und wie es zur Explosion kommt, haben Donal Finegan vom University College London und seine Kollegen nun erstmals in Echtzeit beobachtet und gefilmt. Im Experiment an der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) erhitzten sie dafür zwei verschiedene Typen von Lithium-Ionen-Akkus auf 250 Grad und beobachteten dann das Geschehen im Akku-Inneren mit Hilfe energiereicher Synchrotron Computertomografie und Wärmebildkameras.

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Österreich ist das Feigenblatt des Wahhabismus in Europa

Bild: ntv/Schreenshot BB
Bild: ntv/Schreenshot BB
Faisal Abdulrahman bin Muaammar: „Manche Parteien und Medien versuchten Entscheidungen des Königreichs und dessen legitimes System zu unterminieren“


derStandard.at

In einem Interview mit der Zeitung „Asharq al-Awsat“ hat der Generalsekretär des umstrittenen Wiener Abdullah-Zentrums (KAICIID) österreichische Kritiker der Einrichtung laut der „Presse“ (Mittwochausgabe) scharf angegriffen. „Manche Parteien und österreichische Medien versuchten Entscheidungen des Königreichs und dessen legitimes System zu unterminieren“, erklärte Faisal Abdulrahman bin Muaammar.

Das versuchten sie, „indem sie das vom Königreich gesponserte König-Abdullah-Zentrum in Wien attackierten“, sagte der frühere saudi-arabische Minister der in London ansässigen arabischen Zeitung. „Sie versuchten, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und das Zentrum in eine Organisation umzuwandeln, die den Dialog abtötet und die Welt in einen Zusammenprall der Zivilisationen stößt“, erklärte der Generalsekretär laut einer der „Presse“ vorliegenden Übersetzung. Zudem lobte er die „Weisheit“ der anderen KAICIID-Gründungsmitglieder des Zentrums – Riad und Madrid – im „Umgang mit den Absonderungen dieser ungerechten Kampagne“.

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Splatterkult: Geschäfte mit den heiligen Toten

Bernadette Soubirous. Bild: wikimedia.org/PD
Streit um die heilige Bernadette: Der südfranzösische Wallfahrtsort Lourdes will von ihrem Begräbnisort Nevers die Reliquien der Ordensfrau und Seherin zurückbekommen. Der Krankenpflege-Orden der «Dames de Nevers», in den sie als 22-Jährige eintrat und wo sie als 35-Jährige starb, verweist dagegen auf den letzten Willen der Heiligen, wie die Tageszeitung «La Croix» (Onlineausgabe Dienstag) berichtet.


kath.net

Der Vorsitzende der Vereinigung «zur Rückkehr von Bernadette Soubirous nach Lourdes», Jose Marthe, stütze sich mit seinem Anliegen auf die Nachkommen der Familien Soubirous und Casterot, so die Zeitung. Ein kommerzielles Interesse weise die Organisation zurück.

In Nevers im Westen Burgunds kümmerten sich die drei verbliebenen Ordensschwestern um die Kapelle mit den sterblichen Überresten der heiligen Bernadette.

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2.400 Dollar für ein getötetes afghanisches Kind

Drohnen-Teppich
Drohnen-Teppich
Es ist kein Geheimnis, dass Drohnenangriffe Unschuldige töten, zu Hunderten. Manche Schätzungen gehen in die Tausende. Die US-Regierung hütet sich davor, die Zahlen, die von kritischen Organisationen beigesteuert werden, mit einer irgendwie belastbaren Äußerung zu füttern. Sie ist darauf bedacht, die Linie zu halten, wonach die Drohnenoperationen mit chirurgischer Präzision ausgeführt werden und lediglich feindliche Kämpfer treffen. Normalerweise. Vergangene Woche wich Präsident Obama von dieser Linie ab.


Von Thomas Pany|TELEPOLIS

Er räumte zum Erstaunen, zumindesten der politischen Klasse in Washington, ganz offiziell Fehler bei einem Drohnenangriff ein, bei dem ein Amerikaner, Warren Weinstein, und ein Italiener, Giovani Lo Porto, ums Leben kamen. In seiner Rede erklärte Obama, dass der Kommandostab davon ausging, dass sich nur al-Qaida-Führer, nicht aber die beiden al-Qaida-Geiseln Weinstein und Lo Porto, in dem Gebäude befanden, das von der Drohne beschossen wurde.

Der US-Präsident entschuldigte sich bei den Angehörigen. Er sprach von der „grausamen und bitteren Wahrheit, dass im fog of war und speziell in unserem Kampf gegen Terroristen Fehler, manchmal tödliche Fehler unterlaufen können“. Was dem durchschnittlichen Leser als nicht weiter beachtliches Eingeständnis erscheinen mag, wurde von Medienkommentaren als außergewöhnlich herausgestellt, als Premiere. Obama habe im speziellen Fall die Verantwortung übernommen und darüber hinaus in seiner Rede ganz offiziell eingeräumt, dass Fehler bei Drohnenangriffen eben nicht nur in diesem speziellen Fall passieren.

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NDR-Satire mit Fäkalsprache gegen Bildungsplan-Demonstranten

Hedwig von Beverfoerde koordiniert die „Demos für alle”, bei denen auch viele Christen gegen bestimmte Formen der Sexualkunde im Unterricht demonstrieren Foto: YouTube / One of Us
Das Satiremagazin „extra3“ des Norddeutschen Rundfunks veralbert die „Demo für alle“ in Stuttgart, wo Eltern gegen die vermeintliche Frühsexualisierung ihrer Kinder im Schulunterricht demonstriert haben. Die Veranstalterin nennt den Beitrag „dümmlich-peinlich“.


pro Medienmagazin

In dem gut zweiminütigen Beitrag ist zu sehen, wie die „extra3“-Reporterin Caro Korneli versucht, Demonstranten in Stuttgart in peinliche Gespräche zu verwickeln und zu verwirren. Sie fragt eine alte Dame, ob Homosexualität heilbar sei, und erntet ein verwirrtes Gesicht. Sie fragt einen Mann, ob die ganze Demo ein Schwindel sei, weil sie Menschen mit Perücke gesehen habe. Der Mann versteht nicht, worauf sie hinaus will. Als ein anderer Mann eine Bibelstelle zitiert, diskutiert sie mit ihm, ob diese Worte nicht vielmehr einem Lied von Xavier Naidoo entstammten.

Am Ende des Filmchens bezeichnet Korneli die Demonstranten als „falsche Moralapostel“ und bilanziert: „Viele von ihnen haben wirklich, muss man sagen, ihre Rollen als homophobe Arschlöcher (Unkenntlichmachung von pro, d. Red.) und elende Spießer hervorragend gespielt.“

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Schweizer Kirchenstreit um Segnung homosexueller Paare beigelegt

Bild: bpb.de
Bild: bpb.de
Der Priester hat erklärt, sich künftig an die kirchliche Lehre zu halten und keine Segnungen homosexueller Paare mehr durchzuführen. Er bedaure, dass durch die Segnung «viele Menschen verletzt» worden seien.


kath.net

Im Streit um die Segnung eines lesbischen Paares im Schweizer Bistum Chur ist offenbar eine Einigung erzielt worden. Das teilte das Bistum am Dienstag mit. In dem Streit ging es um die Segnung von zwei in Partnerschaft lebenden Frauen durch den Pfarrer von Bürglen, Wendelin Bucheli, im Herbst 2014. Der Churer Bischof Vitus Huonder hatte Bucheli einen Rücktritt nahegelegt, da die Segnung nicht der katholischen Lehre entspreche.

Bucheli habe nun erklärt, sich künftig an die kirchliche Lehre zu halten und keine Segnungen homosexueller Paare mehr durchzuführen, hieß es. Er bedaure, dass durch die Segnung «viele Menschen verletzt» worden seien. Im Gegenzug halte Bischof Huonder nicht länger an der Forderung nach Buchelis Rücktritt fest.

Erzdiözese in Kalabrien verbietet Gedenkmesse für Mussolini

Benito Mussolini,
Die süditalienische Erzdiözese Reggio Calabria hat eine Messfeier zum Gedenken an den 70. Todestag Benito Mussolinis (1883-1945) untersagt. Zur Begründung hieß es laut italienischen Medienberichten (Dienstag), Gottesdienste dürften nicht für politische Ziele instrumentalisiert werden. Dies sei bei der Feier für den faschistischen Ex-Diktator zu befürchten.


kathweb

Geplant hatte die Messe in der Kirche San Giorgio al Corso in Reggio Calabria die rechtsgerichtete Bewegung „Alleanza Calabrese“. Politiker der sozialdemokratischen Partei PD und der Verband der früheren Partisanen Anpi hatten daraufhin gegen die Feier protestiert.

Den Präsidenten der „Alleanza Calabrese“, Enzo Vacalebre zitierte die Zeitung „Il Messaggero“ mit den Worten, Mussolini sei bei Kriegsende ohne ordentliches Gerichtsverfahren hingemetzelt worden. Es gehe um das Gedenken an einen Ermordeten.

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