Rentnerin in Kirche belästigt – Polizei sucht Zeugen(Gott?)

In einer Kirche im unterfränkischen Miltenberg ist am Samstag eine Rentnerin sexuell belästigt worden.


evangelisch.de

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Unterfranken vom Sonntag bedrängte der Mann die Frau und entblößte sich. Die Kripo Aschaffenburg hat Ermittlungen aufgenommen und sucht jetzt Zeugen, die Hinweise auf den Täter geben können.

Die Rentnerin hatte sich am Abend in der Sakristei der Kirche aufgehalten, als ein Unbekannter auf sie zu kam und sie gegen die Wand drückte. Anschließend entblößte er sein Geschlechtsteil und sprach die Frau unsittlich an. Als die Seniorin daraufhin zu schreien anfing, suchte der Täter das Weite. Er soll etwa 30 Jahre alt und 180 Zentimeter groß gewesen sein, er hatte kurze Haare und wirkte dick mit einem „aufgeschwemmten“ Gesicht, so die Polizei in Würzburg.

USA zahlten mutmaßlichen Nazi-Vebrechern Millionen Dollar an Sozialhilfen

Die USA haben offenbar jahrzehnte lang Sozialhilfen an mutmaßliche Nazi-Verbrecher gezahlt. Insgesamt sollen die Verdächtigen über 18 Millionen Euro an Zuwendungen bekommen haben. Einige starben, bevor sie ausgewiesen werden konnten, andere flohen.


FOCUS ONLINE

  • USA zahlten Millionen an mutmaßliche Nazi-Verbrecher
  • Ermittlungen gegen Verdächtige wurden erst spät aufgenommen
  • Bericht soll Ausmaß offenbaren

Die USA haben insgesamt 20,2 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 18,5 Millionen Euro) an US-Bürger gezahlt, die mutmaßliche Nazi-Verbrecher sind. Das berichtet die „New York Times“. Das Geld soll in Form von Sozialhilfen geflossen sein.

Insgesamt sollen über 130 Nazis von den staatlichen Zuwendungen profitiert haben. Das Geld soll trotz der schändlichen Vergangenheit der betreffenden Personen über 50 Jahre lang regelmäßig überwiesen worden sein. Die letzte Überweisung wurde noch im Januar dieses Jahres getätigt, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf Ermittler.

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Kein russisches Alleinstellungsmerkmal

tagesschau.de
Für den Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit http://www.cohn-bendit.eu/de ist ein Einreiseverbot keine neue Erfahrung. Schließlich wurde er als „deutscher Anarchist“ 1968 aus Frankreich ausgewiesen und durfte ein Jahrzehnt nicht in das Land einreisen, in dem geboren wurde und 13 Jahre seiner Kindheit verbracht hatte.


Von Peter Nowak|TELEPOLIS

Im letzten Jahr soll gegen den ehemaligen Odenwaldschüler ein neues Einreiseverbot verhängt worden sein. Dieses Mal nach Russland. Er gehört nämlich zu den 89 Politikern und Behördenvertretern aus verschiedenen EU-Staaten, deren Namen auf einer geleakten Liste stehen. Zu den dort aufgeführten Personen gehören auch Verteidigungsstaatssekretärin Katrin Suder, die Bundestagsabgeordneten Michael Fuchs und Karl-Georg Wellmann (beide CDU), der CSU-Politiker Bernd Posselt, die Grünen-Europaparlamentarierin Rebecca Harms und der Inspekteur der deutschen Luftwaffe, Karl Müllner.

Auch Politiker und Spitzenbeamte aus anderen EU-Staaten stehen auf der Liste: darunter der stellvertretende polnische Verteidigungsminister Robert Kupiecki, der Vorsitzende der liberalen Fraktion im Europaparlament, Guy Verhofstadt, der frühere tschechische EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle und der bisherige britische Vize-Premierminister Nick Clegg, der nach den Wahlen aus den britischen Kabinett ausschied.

Die Tatsache, dass auch die Chefin der schwedischen Steuerbehörde, Eva Lidström Adler, auf der Liste steht, überrascht nur bedingt, wenn man sich vergegenwärtigt, dass auch die EU Einreiseverbote gegen zahlreiche russische Geschäftsleute verhängte.

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Indien: Riesenärger um das Hitler-Eis

© Screenshot Youtube
In Indien wird Eis mit dem Abbild Adolf Hitlers an der Straße verkauft. In Europa ist man empört, dabei haben sich die Produzenten vermutlich gar nichts dabei gedacht.  


stern.de

In Indien kann man „Den Führer mit Streuseln und Sahne!“ verlangen. Besonders sind allerdings nur Name und Packung der Eissorte. Der echte Hitler ist zwar bekannt als Freund von Süßspeisen, aber so viel Gedanken dürften sich die Produzenten gar nicht gemacht haben. Schon an der Verpackung kann man an eine gewisse Lieblosigkeit erkennen. Auf einer Seite der Schachtel blickt Hitler streng, aber stilecht in brauner Uniform auf die Eiskäufer hinab. Vorbild ist für das Motiv ist eines der typischen Gemälde der Zeit, die damals in allen öffentlichen Gebäuden Deutschlands aufgehängt worden sind. An der anderen Seite ist dagegen eine Hitler-Zeichnung aufgedruckt. Außer dem Schnurrbart stimmt da nichts, vor allem trägt Hitler einen Zylinder, wie er typisch für Uncle-Sam-Karikaturen ist.

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Homophober Dodo und katholische Märchen

Bild: SpON
Bild: SpON
Der katholisch-gläubige Journalist und Autor Matthias Matussek streitet sich in der Tageszeitung Die Welt über die Frage, ob es in der Bibel ein Schwulen-Verbot gebe. Seine Kontrahentin und Kollegin Claudia Becker ist Protestantin und sieht Gott nicht als Schwulen-Hasser.


pro Medienmagazin

Matussek ist überzeugt: „Die die Protestanten in Deutschland – bei den Evangelikalen ist das anders – scheinen einen Bogen um das Alte Testament zu machen.“ Heute sei das Alte Testament vielen offenbar „politisch einfach zu inkorrekt“, vor allem was die Schwulen- und die Frauenfrage angeht.

Die Welt-Redakteurin Becker findet, dass die alttestamentarische Schilderung der Freundschaft zwischen David und Jonathan wie keine andere biblische Erzählung die Gefühle zwischen zwei Männern würdige. David sei ein gutes Beispiel dafür, dass der alttestamentarische Gott gar nicht so schrecklich autoritär ist, wie viele vielleicht glauben. „Er hat seine Strafe bekommen. Wusste sich aber immer von Gott geliebt.“ Sie könne sich nicht vorstellen, dass ein solch liebender Gott Menschen „zerschmettern“ könne, nur weil sie homosexuell sind.

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Zeitung berichtet über Kindesmissbrauch mit Wissen der Behörden

Bild: WAZ
Bild: WAZ
Der Berliner Senat soll in den 70er Jahren mehrere Jugendliche bewusst bei pädophilen Männern untergebracht haben.


evangelisch.de

Das berichtet die „Berliner Morgenpost“ (Sonntagsausgabe). Betroffen seien mindestens drei Jugendliche, die mit Unterstützung der damaligen Jugendverwaltung in die Hände von pädophilen Männern gegeben worden seien, die nach ihrer Infhaftierung wegen sexuellen Missbrauchs als Hausmeister in Berlin arbeiteten. Dabei habe es sich nicht um ein Versehen gehandelt, sondern das Vorgehen sei Teil eines erzieherischen Experiments gewesen, schreibt die Zeitung.

Marschall Philippe Pétain: Hitlers Handlanger

Henri Philippe Pétain begrüßt 1941 am Bahnhof von Roanne heimkehrende Soldaten, die aus der deutschen Kriegsgefangenschaft entlassen wurden. (Foto: Süddeutsche Zeitung Photo)
75 Jahre nach der deutschen Besetzung Frankreichs diskutiert die Nation heftig über das historische Erbe von Philippe Pétain. Der Marschall umgab sich mit Antisemiten, kollaborierte mit den Nazis. Und beschwerte sich erst, als die SS ein ganzes Dorf massakrierte.


Von Dieter Wild|Süddeutsche.de

Der lothringische Flecken Belrain, 50 Einwohner, raffte sich 2013 zu einem längst überfälligen Schritt auf: Die Gemeinde schaffte das Straßenschild „Rue du Maréchal Pétain“ ab und ersetzte es durch „Rue de la Fontaine“. Es war die letzte Gemeinde Frankreichs, die damit das Gespenst Pétain aus dem Land jagen wollte – es kann schwerlich gelingen.

Denn mit dem Gedenkmarathon zum 100sten Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs 1914 sind wieder die schwarzen Schatten des seit mehr als 60 Jahre toten Marschalls Philippe Pétain schwer auf die Franzosen gefallen. 1919 war er als gefeierter „Sieger von Verdun“ an der Spitze der großen Triumphparade auf einem Schimmel die Champs Elysées hinunter geritten.

1940 wurde er zum Staatschef des von der deutschen Wehrmacht nicht eroberten südlichen Drittels Frankreich mit der Hauptstadt Vichy berufen, ein Rumpfstaat von Hitlers Gnaden. Wie ein Monarch leitete er seine Dekrete mit den Worten ein: „Wir, Philippe Pétain, Marschall von Frankreich, verordnen…“

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Kirchentag in Stuttgart: Eine ganz „kluge“ Veranstaltung

Kirchenwegweiser – nicht nur im Stuttgarter Hauptbahnhof, DPA
„Ende klug – alles klug“: Das ist das Motto des evangelischen Kirchentags, der am Mittwoch in Stuttgart beginnt. An gesellschaftlich und politisch kontroversen Themen wird es nicht fehlen – auch dank prominenter Redner.


Von Rüdiger Soldt|Frankfurter Allgemeine

Auf der Cannstatter Festwiese, wo es im Frühling und Herbst ziemlich bierselig und auf den Achterbahnen temporeich zugeht, ist seit ein paar Tagen eine große Bühne für Gottesdienste aufgebaut. Der Stuttgarter Neckarpark, der zwischen der Firmenzentrale von Daimler AG und der Innenstadt von Bad Cannstatt liegt, ist für fünf Tage eine Zeltstadt errichtet worden: 45.000 Quadratmeter groß. Zum vierten Mal findet der Evangelische Kirchentag in der baden-württembergischen Landeshauptstadt statt. In der Mercedes-Benz-Arena, in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle und in der Innenstadt werden 100.000 Dauergäste und noch einmal 25.000 Tagesgäste Gottesdienste Feiern, an Bibelarbeiten prominenter Theologen und Politiker teilnehmen, beten und auf den zahlreichen Foren über fast alle politisch sowie gesellschaftlich relevanten Themen diskutieren.

Die Losung des Kirchentages lautet „Damit wir klug werden“. Das ist ein Halbsatz aus Psalm 90,12. Der gastgebende württembergische Landesbischof Frank Otfried July hatte schon vor einem Jahr zur Verklarung der biblischen Botschaft, die Übersetzung des hebräischen Urtextes herangezogen: „Unsere Tage zu zählen, das lehre uns, damit wir ein weises Herz erlangen“, heißt es dort. „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“, lautete dann die Übersetzung Martin Luthers. Es ist also die Mahnung, wie July in einer Predigt formulierte, „jeden einzelnen Tag als Gabe des guten Schöpfergottes“ wahrzunehmen. Fast alles soll nun klug sein auf diesem Kirchentag: die Außenpolitik, das Essen, die Wirtschaft. „Ende klug – alles klug“, ist denn auch tatsächlich der Titel eines ökumenischen Gottesdienstes am Donnerstag.

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US-Polizisten töten in nur fünf Monaten 385 Menschen

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Themenbild
In den USA tobt die Debatte über Rassismus und Gewalt bei der Polizei. Wie die „Washington Post“ berichtet, haben Polizisten im laufenden Jahr 385 Menschen erschossen. In nur drei Fällen mussten sie sich wegen einer Straftat verantworten.


SpON

Jeden Tag sterben im Durchschnitt 2,6 Menschen in den USA durch Polizeigewalt. Das berichtet die „Washington Post“. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres seien 385 Menschen von Gesetzeshütern erschossen worden, so die schreckliche Bilanz – 365 Männer und 20 Frauen.

US-Polizisten sind autorisiert, zu schießen, wenn sie ihr eigenes oder das Leben anderer bedroht sehen. 80 Prozent der Polizeiopfer waren bewaffnet, meistens mit Pistolen. In nur drei der insgesamt 385 Todesfälle musste sich ein Beamter wegen einer Straftat verantworten.

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Podiumsdiskussion: „Organisierte Suizidhilfe in Deutschland – Praxis, Probleme , Perspektiven“

Bild: letzte-hilfe.de
Bild: letzte-hilfe.de

Mittwoch, 3. Juni 2015 18.30 – 21.00 Uhr
„Einsteinsaal“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Jägerstraße 22/23 (5. OG, barrierefrei), 10117 Berlin


Humanistische Union

Humanistischer Verband Deutschlands (HVD) , Giordano-Bruno-Stiftung und Humanistische Union (HU) laden gemeinsam ein zur

Podiumsdiskussion:
„Organisierte Suizidhilfe in Deutschland –
Praxis, Probleme , Perspektiven“.

Im Bundestag wird derzeit ein Verbot der organisierten Suizidhilfe in Deutschland geplant, wie sie insbesondere von Sterbehilfevereinen angeboten wird. Fraktionsübergreifend unterstützen viele Parlamentarier diesen Vorschlag, wobei ungeprüfte Vorbehalte, Spekulationen und moralische Verurteilungen eine große Rolle spielen.

Wir fragen:

  • Wie sieht die Praxis aus, die verboten werden soll?
  • Welche konkreten Missstände werden den Suizidhilfevereinen vorgeworfen?“
  • Von wem wurden die Angebote von „Sterbehilfe Deutschland“ und „DIGNITAS-Deutschland“ bislang in Anspruch genommen?
  • Welche Regularien bestehen bei diesen Vereinen, welche Bedingungen müssen erfüllt sein? Bedarf es neuer Regelungen?
  • Wo finden Menschen mit Suizidabsichten in unserer Gesellschaft Hilfe?
  • Was wären die Folgen eines Verbotes?

Es diskutieren:

  • Dr. Roger Kusch (Sterbehilfe Deutschland)
  • Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB (SPD)
  • RA Ludwig A. Minelli (DIGNITAS-Deutschland)
  • Dipl.-Psych. Gita Neumann (Humanistischer Verband Deutschlands)
  • Dr. Petra Sitte, MdB (Die Linke)
  • Moderation: Heike Haarhoff (Journalistin)

Für den Besuch der Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung erforderlich unter: hvd@humanismus.de oder 030 613904-32.

Vatikan: Quotenregelung für Flüchtlinge „unchristlich“

Papst Franziskus (Bild: AP)
Papst Franz (Bild: AP)
4000 in Seenot geratene Flüchtlinge wurden am Freitag aus dem Mittelmeer gerettet. Während Papst Franziskus das Drama als “ Anschlag auf das Leben“ bezeichnete, rüffelte der Vatikan das Quotensystem als „unchristlich.“


Kleine Zeitung.at

Nachdem im Mittelmeer am Freitag wieder mehr als 4.000 in Seenot geratene Flüchtlinge gerettet worden sind, hat Papst Franziskus am Samstag den Menschenhandel verurteilt. „Es ist ein Anschlag auf das Leben, unsere Brüder auf Booten mitten im Meer sterben zu lassen“, sagte das Kirchenoberhaupt bei einem Treffen mit Mitgliedern eines katholischen Verbands.

Der Vatikan kritisierte unterdessen auch die Pläne in der EU zur Verteilung von Migranten auf die Mitgliedsländer. „Das Quotensystem für Migranten ist unchristlich und unmenschlich“, erklärte der Präsident des Päpstlichen Migrantenrates, Kardinal Antonio Maria Veglio, im Interview mit Radio Vatikan.

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IS aus amerikanischer Perspektive

ISIS – die neue Supermacht des internationalen Terrorismus? (AFP / Ahmad Al-Rubaye)
In ihrem Buch „ISIS: The State of Terror“ untersuchen Jessica Stern und J.M. Berger, wie der Islamische Staat den internationalen Terrorismus verändert hat. Gleichzeitig plädieren sie für politische und militärische Zurückhaltung des Westens.


Von Sabina Matthay|Deutschlandradio Kultur

Anfang 2014 bezeichnete Barack Obama ISIS noch als „Zweitligisten des Terrors“, ein Dreivierteljahr später gestand der amerikanische Präsident ein, dass die Extremisten eine Bedrohung des gesamten Nahen Ostens darstellten, gar den USA gefährlich werden könnten. Da hatte die Gruppe bereits begonnen, einen Terrorstaat auf irakischem und syrischem Gebiet zu errichten.

Bisher ist es nicht gelungen, ISIS zu zerstören oder auch nur zu schwächen. Den Fall der wichtigen irakischen Stadt Ramadi Mitte Mai konnten amerikanische Luftangriffe nicht verhindern.

Mehr Militär wäre der falsche Weg

In den USA werden die Rufe nach einem nachdrücklicheren Militäreinsatz gegen die Extremisten deshalb lauter. Doch nach Einschätzung von Jessica Stern und J.M. Berger wäre das der falsche Ansatz. Um ISIS zu besiegen, raten die Autoren zu einer nüchternen Betrachtung der Organisation, denn:

„ISIS zieht viel mehr Kraft aus unserer Reaktion auf seine Provokationen als aus den pervertierten Werten, die es propagiert.“

Eine schlecht durchdachte militärische Eskalation des Westens, gar ideologisch begründet, würde die apokalyptische Mär der Extremisten von einer alles verzehrenden Schlacht zwischen wahren Gläubigen und Ungläubigen fördern.

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Datenschützer im Namen des Herrn – warum bloß

Jesus in TRON, Bild: Burning Wet Dinosaur
Jesus in TRON, Bild: Burning Wet Dinosaur
Kirche und Diakonie besitzen viele sensible Daten – zu Personenstand, Einkommensverhältnissen, sozialen und seelischen Problemen. Axel Gutenkunst wacht in Süddeutschland darüber, dass diese Daten nicht in falsche Hände geraten.


evangelisch.de

Daten lagern auch in der Kirche überall. In überregionalen Rechenzentren, auf Pfarramts-Computern, ja selbst auf den Mobiltelefonen ehrenamtlicher Mitarbeiter. Es sind Informationen über Adoptionsverhältnisse, Privatadressen von Prominenten, Akten über die soziale Lage von Klienten der Diakonie, Beschäftigungsverhältnisse. Private Daten müssen geschützt werden. So verlangt es das Kirchengesetz über den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Axel Gutenkunst wacht in Süddeutschland über den Datenschutz. Er ist einer von bundesweit vier Regionalbeauftragten der EKD für diese Aufgabe. Seine Schwerpunkte sind die evangelischen Landeskirchen in Bayern, Württemberg und Baden sowie das Diakonische Werk Württemberg. Die Diakonie von Bayern und Baden sollen auch noch hinzukommen. Sein Büro im Schatten des Ulmer Münsters hat er im November bezogen.

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Unesco-Welterbe Grube Messel: Viecher im Schiefer

HP Grube Messel. Screenshot: bb
HP Grube Messel. Screenshot: bb
Krokodilalarm in Hessen: Zumindest in versteinerter Form sind die Tiere in der Grube Messel anzutreffen. Und die berühmten Urzeitpferdchen. Nicht nur Forscher entdeckten hier sensationelle Fossilien – sondern manchmal auch Besucher.


SpON

 

Man könnte glauben, dass Yvonne Roeper einen langweiligen Beruf hat. 360 Mal im Jahr führt sie Besucher in die Grube Messel bei Darmstadt. Aber sie sieht das anders: „Ich zeige immer neuen Gästen, dass tote Steine eine ereignisreiche Geschichte erzählen können“, sagt Roeper. Die Senke, in der sie so viel Zeit verbringt, ist 60 Meter tief, hat einen Durchmesser von 800 Metern und zählt zum Weltnaturerbe der Unesco. Nicht umsonst.

Eine Führung durch die Grube Messel, dieses uralte Fossilienlager, ist wie eine kleine Forschungsreise – mit Einschränkungen: Die sechs Grabungsfelder sind für Besucher gesperrt, Gäste dürfen lediglich den weggeworfenen Schiefer der Forscher begutachten. Roeper und ihre zwei Kolleginnen gehen von Frühjahr bis Herbst fast täglich durchs Gelände. Manchmal sehen sie Rehe und Wildschweine und scheuchen Gänse auf. Doch die interessantesten Tiere sind hier schon lange tot.

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Landesbischof Manzke: Säkularer Staat braucht Religion

DerverzweifelteJesus

Der schaumburg-lippische Landesbischof Karl-Hinrich Manzke hat die Bedeutung der Religionen im weltanschaulich neutralen Staat hervorgehoben.


evangelisch.de

„Damit Demokratie und Gemeinwohl gedeihen können, braucht es Menschen, die die Schönheit der Religion pflegen und achten als unverlierbares Bildungsgut für Herz und Verstand“, sagte er am Samstag vor der Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe in Steinhude bei Hannover. Der moderne Staat sei darauf angewiesen, dass Menschen von ihren Überzeugungen her für andere da seien und sich um Benachteiligte kümmerten.

Erdogan: „Die New York Times kotzt ihren Hass gegen mich aus“

Recep Tayyip Erdoğan ist seit 2014 Präsident der türkischen Republik. (Foto: Democracy Chronicles/ Erdogan Turkey Defends Press Crackdown/CC BY 2.0) Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan betreibt aktiven Wahlkampf für die Regierungs-Partei AKP und verstößt damit gegen das Neutralitätsgebot. (Screenshot)
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte am Samstag, dass die US-Zeitung New York Times ihren „Hass gegen die Türkei“ regelrecht „auskotze“. Vorwürfe über Defizite bei der Pressefreiheit weist Erdoğan zurück. Nirgendwo seien die Medien so frei wie in der Türkei, meint der 61-Jährige.


Deutsch Türkische Nachrichten

Der türkische Recep Tayyip Erdoğan hat am Samstag bei einer Kundgebung erneut die US-Zeitung New York Times scharf attackiert.

Erdoğan wörtlich:

„In den USA gibt es ein ,Papier-Fetzen´ namens New York Times. Diese Zeitung hatte einen Artikel veröffentlicht und meinte, dass über der Türkei dunkle Wolken aufkommen würden. Diese Zeitung verleumdete schon im 19. Jahrhundert Sultan Abdülhamit als ,totalitären Monarchen´. Es war diese Zeitung, die ihren Hass gegen den Osmanischen Staat auskotzte und es ist erneut diese Zeitung, die ihren Hass gegen die türkische Republik auskotzt, indem sie mich als staatlichen Repräsentanten angreift. Es sind dieselben Stimmen und derselbe Geist. Sie koalieren mit dem Imam aus Pennsylvania (Anm.d.Red. der in den USA lebende islamische Prediger Fethullah Gülen). Dieser Imam ist in den neunziger Jahren in die USA geflüchtet. Was sucht dieser Mann in den USA? Bist du denn kein islamischer Imam? Deine Heimat sind nicht die USA, sondern Mekka.“

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Islamismus: Verstärkung für Bonner Staatsschutz

Lannesdorf am 5. Mai: Polizisten schützen sich gegen Steinwürfe aggressiver Islamisten. Foto: dpa
Salafistenhochburgen wie Bonn sollten mehr Personal im polizeilichen Staatsschutz bekommen. Das hatte Innenminister Ralf Jäger im Januar angekündigt.


Von Frank Vallender|General-Anzeiger
Jetzt scheinen den Worten Taten zu folgen: Gestern teilte Polizeisprecher Robert Scholten mit, dass der Bonner Staatsschutz zwölf zusätzliche Stellen bekommt. „Das Auswahlverfahren läuft bereits“, so Scholten.

Damit hätte die Abteilung, die sich mit der Gefahrenabwehr und der Strafverfolgung staatsgefährdender Taten befasst, insgesamt 40 Stellen. Allein 25 Beamte sollen die Islamistenszene in der Bonner Region beobachten und im Verdachtsfall ermitteln. Bei Bedarf können weitere Kollegen der Staatsschutzabteilung hinzugezogen werden. Und nicht nur das: „Auch die Fahndungsgruppe des Landeskriminalamtes wird intensiv eingebunden“, sagte Scholten.

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Kindesmissbrauch: Pädophilie-Skandal um französische Soldaten erschüttert die Uno

Französische Soldaten sollen in einem afrikanischen Flüchtlingscamp Sex von hungernden Kindern verlangt haben. Obwohl sie informiert wurde, blieb die Uno rund ein Jahr lang tatenlos. Nun geht sie gegen jene vor, die den Skandal öffentlich machten.


Von Frank Patalong|SpON

Die Anschuldigungen sind gravierend: Seit 2013 bis möglicherweise ins laufende Jahr sollen französische Soldaten von hungernden Kindern Sex erpresst haben. Die Soldaten waren als Hilfstruppen in einem Flüchtlingscamp in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik eingesetzt. Obwohl die Vorwürfe früh gemeldet wurden, blieben Ermittlungen aus: Sie versandeten in den Mühlen der Bürokratie des Uno-Kommissariats für Menschenrechte (UNHCHR) und von französischen Behörden.

Als der hochrangige UNHCHR-Mitarbeiter Anders Kompass die Vorwürfe an die französische Regierung durchreichte, um Ermittlungen zu erzwingen, war dies der Anfang vom Ende seiner Karriere: Anfang März wurde der Whistleblower von seiner Vorgesetzten Flavia Pansieri, der stellvertretenden Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte, zum Rücktritt aufgefordert. Als er sich weigerte, wurde er suspendiert.

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Iran schließt Inspektion von Militäranlagen aus

Iran schließt Inspektion von Militäranlagen aus / Bild: APA/EPA/LAURENT GILLIERON
Bei der Kontrolle von Militäranlagen durch ausländische Inspektoren gehen die Meinungen auseinander. Eine Einigung ist nicht in sicht.


Die Presse

Während in Genf am Samstag die Verhandlungen über ein abschließendes Abkommen zum iranischen Atomprogramm wieder aufgenommen wurden, hat Teheran eine internationalen Inspektion seiner Militäranlagen abgelehnt. Auch die Befragung iranischer Wissenschafter in diesem Zusammenhang komme nicht in Betracht, erklärte der Atomunterhändler Abbas Araqchi am Samstag im staatlichen iranischen Fernsehen.

Das endgültige Abkommen soll bis Ende Juni unterschriftsreif sein, eine Verlängerung der Frist ist jedoch nicht ausgeschlossen. Araqchi ging in seiner Erklärung auf ein Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag (Non-Proliferation Treaty/NPT) ein, wonach die Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) das Recht auf Zugang zu allen Anlagen haben einschließlich der militärischen. Derzeit gebe es dazu keine Einigung, die Diskussionen gingen weiter, sagte er.

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Protestantische Ethik: Das Kreuz mit der Kirche

Bild: tilly
Bild: tilly
Warum nur tun sich die Kirchen so schwer mit der Wirtschaft? Auf vielen evangelischen Veranstaltungen wird viel zu pauschal die Wirtschaft für das Leid der Welt verantwortlich gemacht. Ein Gastbeitrag von Nikolaus von Bomhard, dem Chef der Munich Re.


Frankfurter Allgemeine

Wer kennt nicht das Filmpärchen Don Camillo und Peppone? Der katholische Priester und der kommunistische Bürgermeister, die im Nachkriegsitalien mit Herzblut ihre Feindschaft pflegen. Aus den heimlichen Freunden von einst sind inzwischen ziemlich beste Freunde geworden. Die unterschiedliche Weltsicht von christlicher Kirche einerseits und linker Politik andererseits scheinen zumindest auf dem Gebiet der Wirtschaft weitgehend verschwunden. Das zugegebenermaßen verkürzt diskutierte Papst-Wort „Diese Wirtschaft tötet“ und daran anknüpfende Schriften, wie das Buch des Sozialethikers und Jesuiten Friedhelm Hengsbach mit dem Titel „Teilen, nicht töten“, zeigen, wie prononciert die katholische Kirche Kritik an der wirtschaftlichen Ordnung heutzutage formuliert.

Ähnliche Stimmen hört man auch aus dem evangelischen Umfeld, in der Kritik an der Wirtschaft ist die Ökumene gelebte Realität. In wenigen Tagen findet der Evangelische Kirchentag in Stuttgart statt. Es freut mich sehr, dass das Programm Besuche bei Unternehmen in der Region vorsieht. Denn aus der einst von Max Weber diagnostizierten Wahlverwandtschaft zwischen protestantischer Ethik und unternehmerischem Denken ist ein eher zerrüttetes Familienverhältnis geworden. Viele evangelische Veranstaltungen ähneln inzwischen alternativen Kulturfesten, bei denen das Leid der Welt vor allem einer Ursache zugeordnet wird: dem Handeln der Wirtschaft. Diese sei verantwortlich für Armut und Ungerechtigkeit innerhalb Deutschlands wie global, sie zerstöre die Schöpfung und gefährde die Demokratie, sie sei das goldene Kalb, um das fehlgeleitete Politiker und Manager tanzen.

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