Die Arche Noah im Ewigen Eis


fotos: landbruks- og matdepartementet / matthias heyde Von außen ist nur das Eingangsportal in den Samentresor sichtbar, das von der Norwegerin Jenny-Marie Johnson entworfen wurde
In Svalbard, weit im Norden Norwegens, liegt der externe Speicher für die globale Nutzpflanzenvielfalt.


Von Bianca Blei|derStandard.at

In jedem Krieg werden natürliche Ressourcen unwiederbringlich vernichtet. Mehr als 115.000 Samen wurden daher vor den Kämpfen in der syrischen Stadt Aleppo in Sicherheit gebracht. Im ewigen Eis im norwegischen Spitzbergen werden sie nun tief im Berg beschützt. Die Samen stammen von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, die in der Genbank von Syrien nicht mehr sicher waren und womöglich für immer verloren gewesen wären, würde es nicht den weltweiten Saatguttresor in Svalbard geben.

„In Svalbard erhalten wir die Diversität unserer Nutzpflanzen für künftige Generationen“, sagt Grethe-Helene Evjen, Projektleiterin im norwegischen Ministerium für Landwirtschaft und Nahrungsmittel. Bereits in den 1980er-Jahren entwickelten Wissenschafter an der „Nordischen Genbank“, die für alle skandinavischen Länder zuständig ist, die Idee einer „externen Festplatte“ für ihre Lagerbestände. Internationale Gremien favorisierten von Anfang an den Standort Norwegen.

weiterlesen

1 Comment

Kommentare sind geschlossen.