Hexenwahn und Hexenjagd in der Frühen Neuzeit


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Das 16. Jahrhundert war geprägt von politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen, die auch bis in die Alltagswelt der einfachen Menschen wirkten. Viele Ereignisse konnten sie sich nicht erklären – außer mit Hexerei. Ein Hexenwahn brach sich Bahn, der erst Ende des 17. Jahrhunderts abebbte.


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Die Hexe im Pakt mit dem Teufel – darin sahen die Menschen in der Frühen Neuzeit eine existenzielle Bedrohung. In ihren Augen verfügte die Hexe über die Macht des Schadenszaubers, der Unglück brachte. Nun verlangten die Menschen von ihren Obrigkeiten einen Schutz vor den angeblichen Mächten der Finsternis. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts brachen über Europa mehrere Verfolgungswellen herein. Allein auf deutschem Boden soll es bis ins 17. Jahrhundert hinein geschätzte 25.000 Opfer des Hexenwahns gegeben haben.

„Wenn nur allein im kleinen Gerolzhofen (Franken, d.R.) im Jahr 1616: 99 Menschen, ein Jahr später 88 Menschen und 1618: 71 Menschen wegen Hexerei hingerichtet werden, dann sagt dies bereits vieles.“

Dr. Kai Lehmann, Museum Schloss Wilhelmsburg

Noch 1775 wurde die letzte vermeintliche Hexe in Deutschland hingerichtet. Doch woher diese Hexengläubigkeit, dieser Glaube an schwarze Magie? Was war geschehen?

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