Tränengas und Wasserwerfer gegen 1.-Mai-Demonstranten in Istanbul


Die Istanbuler Innenstadt ist im Ausnahmezustand. Tausende Polizisten sollen verhindern, dass Demonstranten am 1. Mai auf den Taksim-Platz vordringen. Es kommt zu den befürchteten Zusammenstößen.


Deutsch Türkische Nachrichten

Einen Monat vor der Parlamentswahl in der Türkei hat die Polizei die zentrale 1.-Mai-Demonstration regierungskritischer Gewerkschaften in Istanbul gewaltsam aufgelöst. Die Sicherheitskräfte setzten am Freitag in der Innenstadt Wasserwerfer und Tränengas ein, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Aus den Reihen der Demonstranten wurden die Polizisten im Stadtteil Besiktas daraufhin mit Steinen beworfen. Zuvor war die Veranstaltung mit rund 1500 Teilnehmern stundenlang friedlich verlaufen. Die Organisatoren hatten erfolglos mit der Polizei darüber verhandelt, zum abgeriegelten Taksim-Platz marschieren zu dürfen.

Der Sender CNN Türk berichtete unter Berufung auf die Behörden, 21 000 Polizisten seien am Maifeiertag in Istanbul im Einsatz gewesen. 136 Menschen seien festgenommen worden. In Besiktas versuchte die Polizei, den dpa-Reporter festzunehmen, und rang ihn dabei zu Boden. Er wurde nach einigen Minuten freigelassen.

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