Erasmus von Rotterdam: Ein „Lob der Torheit“ für die Erneuerung des Glaubens


Erasmus von Rotterdam – hier in einem Gemälde von Hans Holbein der Jüngere
Mit seiner Schrift „Lob der Torheit“ eckte der Humanist Erasmus von Rotterdam bei vielen seiner Zeitgenossen an, die Kirche setzte sie später sogar auf den Index. Zu offen wandte er sich gegen die weltlichen Auswüchse von Religion und Kirche. Den reformatorischen Geist der Schrift erkannte auch Martin Luther nicht.


Von Astrid Nettling|Deutschlandfunk

„Als ich vor einiger Zeit von Italien wieder nach England zog, wollte ich die langen Stunden, die im Sattel zu verbringen waren, nicht alle mit banaler Unterhaltung totgeschlagen haben. Da kam es mir in den Sinn, eine Lobrede auf die Moria, wie die Griechen sagen, auf die Torheit zu verfertigen. Vor allem verdanke ich die Idee deinem Namen, mein lieber Thomas Morus, der dem Namen der Moria gerade so ähnlich ist, wie du selbst ihrem Wesen unähnlich bist.“

Im Sommer des Jahres 1509 überquert der knapp vierzigjährige Erasmus von Rotterdam die Alpenpässe gen Norden. Hinter ihm liegt ein dreijähriger Italienaufenthalt – liegen die Promotion zum Doktor der Theologie, die Vertiefung seiner Kenntnisse der alten Sprachen, vor allem des Griechischen, sowie die erweiterte Neuauflage der „Adagia“, seiner Sammlung und Kommentierung antiker Sprichwörter, Redewendungen und Redensarten. Hinter ihm liegt ebenso die Erfahrung, mit welch unbeschreiblicher Prunksucht, Selbstherrlichkeit und weltlichem Machtwahn dort die Kirche regiert und die Frömmigkeit pervertiert wird – Auswüchse, die er „magno cum gemitu“, mit großem Seufzen, zur Kenntnis nimmt.

weiterlesen

1 Comment

  1. Was lernt man denn so als Theologe an der Universität in Rom, wo Pater Amorth als hochdementer Tattergreis seinen Zauber zelebriert und Exorzisten ausbildet

    Die Austreibung der Dämonen erfolgt lange vor Pater Amorth durch Beichte, heilige Messe, eucharistisches Gebet und Kommunion. Nur RKK Einfaltspinsel leiden unter Dämonen, Atheisten nehmen ein Aspirin. Der Tod von Anneliese Michels 1976 wird als Unfall durch Bischof Josef Stangl, Priester Ernst Alt und Salvadorianer Arnold Renz verklärt.

    Die 84 Tonkassetten belegen eine wissentliche Inszenierung des RKK Klerus. Die Kreuzigung der Nonne Maricica Irina Comici 2005 durch die Priester Daniel Corogeanu und die Nonnen Anastasia, Siluana und Bahomia ist nur ein „Unfall“. Weil der Ehemann der Teufel ist, schneiden in Woronesch die Eltern ihrer noch lebenden Tochter die Gedärme aus dem Leib und warten auf ihre Auferstehung, Glaube machts möglich.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.