Keine Mehrheit für EVP-Antrag gegen Christenverfolgung


Europa

EU-Parlament verurteilt zwar islamistischen Terrorismus in Kenia, aber eine Antrag, die allgemeine Christenverfolgung zu verurteilen, hat keine Mehrheit gefunden – EVP: Christen sind in mehreren Ländern des Nahen Ostens von der Auslöschung bedroht


kath.net

Im EU-Parlament hat ein Antrag der eher konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), die Verfolgung von Christen zu verurteilen, keine Mehrheit gefunden. 269 Abgeordnete stimmten am 30. April dafür, 319 Abgeordnete – mehrheitlich von linken und liberalen Parteien – dagegen und 19 enthielten sich. Eine Resolution gegen den islamistischen Terrorismus in Kenia und die Verfolgung religiöser Minderheiten, darunter der Christen, erhielt mit 578 Stimmen hingegen eine deutliche Mehrheit. Es gab 31 Gegenstimmen und 34 Enthaltungen. Die Resolution verurteilt zwar im Titel die Christenverfolgung weltweit, erwähnt Christen aber nur in zwei von 29 Absätzen.

EVP: Christen in mehreren Ländern von der Auslöschung bedroht

Hintergrund der Plenardebatte ist der Terroranschlag der Islamistenmiliz Al-Schabab auf eine kenianische Universität am Gründonnerstag. Mindestens 170 Menschen kamen dabei ums Leben. Christen wurden von den Angreifern offenbar gezielt aussortiert und hingerichtet. In ihrem Antrag weist die EVP darauf hin, dass Christen in mehreren Ländern des Nahen Ostens von der Auslöschung bedroht sind, und bringt ihre Solidarität mit den „im Namen des Dschihad in Libyen, in Nigeria und im Sudan“ verfolgten Christen zum Ausdruck. Außerdem würden täglich Christen in Teilen der arabischen Welt „niedergemetzelt, verprügelt und gefangen genommen“.

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