Ahmet Davutoğlu: „Jedem einen Koran, eine Fahne, ein Wörterbuch“


Der Ministerpräsident der Türkei, Ahmet Davutoğlu, sprach am Sonntagabend vor Tausenden Anhängern in Dortmund. Foto: dpa
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu kritisiert bei seiner Rede vor Anhängern in Dortmund die deutsche Haltung zum Völkermord an den Armeniern. Und er hat ein Wahlkampfversprechen.


Von Deniz Yücel|DIE WELT

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu hat am Sonntag vor einigen tausend Anhängern in der Dortmunder Westfalenhalle eine Wahlkampfrede gehalten. Darin wandte er sich auch direkt an den deutschen Bundestag und an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

„Ich habe das sehr offen mit Frau Merkel besprochen und wende mich an dieser Stelle noch einmal an das deutsche Parlament. Wenn jemand versuchen sollte, über den angeblichen Völkermord uns Geschichtslektionen zu erteilen, lautet unsere Antwort: Wir haben mit den Armeniern und den anderen Völkern Anatoliens zusammengelebt. Wir wissen, wie wir mit ihnen zu reden und wie wir uns der Geschichte anzunähern haben“, sagte Davutoğlu.

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