Württembergische Lehrer kritisieren Landtagspräsidium


Guido Wolf, Bild: fraktion.cdu-bw.de
Vorwurf: Die grün-rote Mehrheit will Christlichen Pädagogentag bevormunden – CDU-Spitzenkandidat Wolf bezeichnete christliche Menschenbild als Kompass. Für die Sexualerziehung seien die Eltern zuständig.


kath.net

Einen Bevormundungs- und Entmündigungsversuch wirft die Evangelische Lehrer- und Erziehergemeinschaft in Württemberg dem Präsidium des baden-württembergischen Landtags vor. Anlass ist, dass die grün-rote Mehrheit den Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Guido Wolf, wegen dessen Teilnahme an einem Christlichen Pädagogentag öffentlich rügte. Wolf war bis Dezember Landtagspräsident. Er gab das Amt auf, nachdem ihn seine Partei als Spitzenkandidat für die Landtagswahl am 13. März 2016 nominiert hatte. Bündnis 90/Die Grünen und SPD verlangen von Wolf, Termine abzusagen, zu denen er als Landtagspräsident eingeladen wurde. Dazu erklärte der Vorsitzende der Lehrergemeinschaft, Studiendirektor Paul-Gerhard Roller (Tübingen), zu Beginn des Pädagogentags, Wolf sei eingeladen worden, als er noch Landtagspräsident war. Später hätten die Lehrergemeinschaft und die Organisationsleitung des Pädagogentags mehrfach bekräftigt, den Politiker auch in seiner neuen Funktion als Redner haben zu wollen: „Wir lassen uns nicht aus Stuttgart vorschreiben, wen wir einladen. Wir halten es für einen Skandal, wie das Präsidium seine Mehrheit missbraucht.“

weiterlesen