Artensterben verursacht „leere Landschaften“


Das Schwarze Nashorn oder Spitzmaulnashorn gehört zu den am stärksten bedrohten pflanzenfressenden Säugetierarten. © Oregon State University
Aussterben mit weitreichenden Folgen: Zebras, Elefanten, Nashörner und viele andere große Pflanzenfresser stehen weltweit kurz vor dem Ende. 60 Prozent von ihnen sind vom Aussterben bedroht. Für die betroffenen Ökosysteme hat das drastische Folgen: Wenn die großen Pflanzenfresser verschwinden, könnten sie sich in „leere Landschaften“ verwandeln, warnen US-Forscher im Magazin „Science Advances“.


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Weltweit sind tausende von Tierarten vom Aussterben bedroht. Einige davon lassen sich nur noch mit sofortigen und intensiven Schutzmaßnahmen retten, für andere kommt wahrscheinlich jede Hilfe zu spät. Besonders offensichtlich ist dies für uns, wenn große und bekannte Tiere plötzlich verschwinden: Nashörner, Zebras und Elefanten gehören zu den bedrohten Arten, aber auch Kamele und Tapire kommen möglicherweise bald nur in Tierhaltung und im Zoo vor.

Doppelte Bedrohung: Jagd und schwindender Lebensraum

Was der Rückgang und das Aussterben solcher großen Pflanzenfresser für die Ökosysteme der Welt bedeuten würde, haben Wissenschaftler um William Ripple von der Oregon State University nun analysiert. Dabei konzentrierten sie sich auf 74 Arten der größten Pflanzenfresser der Erde: Tiere mit einem durchschnittlichen Gewicht von über 100 Kilogramm. Besonderes Augenmerk legten die Ökologen auf den bedrohten Status der Art und die Ursachen der Bedrohung sowie auf die Bedeutung der Tiere für ihr Ökosystem.

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