Arabische Hinweisschilder gegen Wildbiesler


Die bayerische Sprache kennt Wörter, für die es im Hochdeutschen keine wirklich gute Entsprechung gibt. Zum Beispiel den „Wildbiesler“. Das ist eine (meist männliche) Person, die ihre Notdurft an Stellen verrichtet, die dafür nicht vorgesehen sind. Häufig geschieht dies unter Alkoholeinfluss – zum Beispiel beim Münchner Oktoberfest, wo Anwohner Wildbiesler zunehmend als Problem wahrnehmen.


Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Ein Anwohner hat deshalb öffentlich angekündigt solche Personen zu filmen und die Videos auf YouTube zu zeigen. Das könnte in Deutschland jedoch zu rechtlichen Problemen führen. Der Rat der Polizei, sich an sie anstatt an die YouTube-Öffentlichkeit zu wenden, ist allerdings wenig praxistauglich, weil sie wenigsten Wildbiesler sich so lange Zeit lassen werden, bis ein Streifenwagen kommt.

In Bangladesch hat man jetzt eine Abschreckungsmethode gefunden, die sehr wirksam ist und ohne YouTube auskommt: Dort ersetzten die Behörden wirkungslose Urinierverbotschilder in der Landessprache Bengalisch (die in einer indischen Schrift geschrieben wird) mit solchen in Arabisch. Diese Sprache wird von den meisten Einwohnern nicht verstanden, aber erkannt, weil sie Moslems sind. Weil sie die Zeichen aus dem Koran kennen, schrecken die meisten Männer, die sich gerade erleichtern wollten, zurück, wenn sie die Schilder sehen und verschieben ihr kleines Geschäft.

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