Bundeswehrgeheimdienst MAD: Die Schnüffler der Truppe


Internes Verbandsabzeichen Bild: PD
Internes Verbandsabzeichen
Bild: PD
Es wäre ein schwerer Angriff auf die Presse gewesen: Der Militärische Abschirmdienst sollte kritische Journalisten in der G36-Affäre ausspähen. Was macht dieser Dienst überhaupt, wer steuert ihn? Der Überblick.


SpON

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) ist einer von drei Geheimdiensten des Bundes. Er ist für die Spionageabwehr im Bereich des Verteidigungsministeriums und der Bundeswehr zuständig. Gegründet wurde er 1956 als Amt für Sicherheit der Bundeswehr, 1984 dann zum MAD umgebaut. Mit etwas mehr als tausend Mitarbeitern ist er der kleinste der drei Geheimdienste auf Bundesebene, nach Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz.

Was macht der MAD?

Der Abschirmdienst operiert im Inland wie im Ausland. Er soll Spionage und Sabotage in der Bundeswehr verhindern. Dazu überprüft er Soldaten auf extremistische Einstellungen und Aktivitäten. Pro Jahr nehmen die Beamten mehr als 50.000 Sicherheitsüberprüfungen vor. Bei Auslandseinsätzen kontrollieren sie die Partner vor Ort, kooperieren aber auch mit ausländischen Diensten, um Informationen über Gegner wie etwa die Taliban in Afghanistan zu gewinnen. Außerdem schützt der MAD deutsche Soldaten bei Auslandseinsätzen – allerdings nur innerhalb der Bundeswehrlager. Darüber hinaus sichert er Rüstungsprojekte und Liegenschaften ab.

weiterlesen