Ewiggestrig: Deutsche Bischöfe wollen Vertriebenenseelsorge auslaufen lassen


Vertriebene aus der Grafschaft Glatz bei einer Wallfahrt nach Telgte. Bild: kirchensite.de
Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) will die Sonderseelsorge für die katholischen Heimatvertriebenen des Jahres 1945 nach 71 Jahren – 2016 – auslaufen lassen. Zugleich sollen aber katholische Vereine, die sich auf diesem Feld engagieren, weiter gefördert werden. Außerdem soll es in Diözesen und Gemeinden weiter Gottesdienste, Wallfahrten und andere Angebote für heimatvertriebene Katholiken geben.


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Kritik am DBK-Beschluss vom Verein katholischer Vertriebenen-Nachkommen aus dem heute polnischen Ermland folgte prompt: Die Seelsorge für Katholiken aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten sowie deren Nachkommen sei weiter erforderlich, erklärte der Verein „Ermlandfamilie“ in Münster. Zwar sei die Integration bereits vor Jahrzehnten gelungen. Dennoch würden immer noch Vertriebene, die den Krieg miterlebt haben, unter den Spätfolgen von Gewalt, Hunger, Verlust, Flucht und Vertreibung leiden. „Ermlandfamilie“ ist ein Verein, der die Seelsorge der katholischen Heimatvertriebenen aus dem früheren Ostpreußen und deren Nachfahren organisiert. Der Verein vertritt nach eigener Darstellung mehrere 10.000 Katholiken in Deutschland und weltweit.

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