Jüdische Blogger fürchten Antisemitismus


Auf der Netzkonferenz re:publica ging es auch um Antisemitismus in Deutschland Foto: Republica|Gregor Fischer | CC BY-SA 2.0
Jüdische Blogs in deutscher Sprache sind selten. Die Netzkonferenz re:publica bietet der Ausnahmeerscheinung ein Forum. Eine Autorin erklärt: Sie fürchtet sich vor einem wachsenden Antisemitismus in Deutschland.


pro Medienmagazin

Jüdische Blogs sind in Deutschland selten. Zum Begriff „Judentum“ fielen den meisten Deutschen nur Bilder des Holocaust oder von Orthodoxen in Jerusalem ein, erklärte Juna Grossmann. Auch, weil sie das ändern möchte, hat sie irgendwiejuedisch.de ins Leben gerufen. Darin und auch bei ihren wenigen Kollegen, die unter anderen Namen bloggen, gehe es selten um Politik und auch nicht immer um Israel. „Das ganz normale jüdische Leben“ will sie beschreiben.

Das besteht auch nicht nur aus Religion. Grossmann beschreibt sich selbst als „liberale Jüdin“. Früher, so sagt sie, sei sie selbst eher orthodox gewesen. „Ich habe eine jüdische Grundlage“, umschreibt sie ihr religiöses Leben nun. Am wichtigsten sei ihr der Grundsatz: „Ich versuche jeden so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte.“

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