Hirnmanipulation per Hightech


Graphic courtesy of Vimeo, Human Brain Project
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Forscher können die Aktivität von Neuronen mit elektrischen und magnetischen Reizen immer gezielter beeinflussen. Davon erhoffen sie sich neue Therapieansätze gegen Schmerzen, Depressionen und zur Rehabilitation nach Schlaganfällen.


Von Walter Paulus|Spektrum.de

Wäre es nicht praktisch, wenn wir unserem Denkvermögen mit einer Art Hightechstirnband auf die Sprünge helfen könnten? Einfach so neues Wissen in den Kopf einzutrichtern, klappt zwar nicht. Doch ganz abwegig ist die Idee nicht. Es könnte durchaus funktionieren – und zwar mit Elektrizität.

Die „transkranielle Hirnstimulation“, wie sich das Verfahren nennt, soll tatsächlich das Denken und Lernen fördern. Nicht nur das: Ärzte erhoffen sich neue Wege, um Depressionen zu lindern oder Schmerzen zu bekämpfen. Und schon seit Jahren investiert die DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency), die Forschungsabteilung des US-Verteidigungsministeriums, viel Geld, um mit dieser Technik die Reaktionsgeschwindigkeit von Soldaten zu steigern oder deren Müdigkeit zu vertreiben. Gleichwohl bleibt die praktische Anwendung ausgesprochen knifflig, und bei unsachgemäßem Einsatz kann sich die Wirkung ins Gegenteil umkehren.

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