Überflüssige Beitritts-Verhandlungen: Türkei und EU passen nicht zusammen


Eine Volksabstimmung über den EU-Beitritt der Türkei ist berechtigt und legitim. (Foto: Flickr/ Istanbul by Moyan Brenn CC BY 2.0)
Es wird immer deutlicher, dass die aktuellen EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei überflüssig sind. Auf der türkischen Seite ist ein schwindendes Interesse an der EU vorhanden. Die EU-Länder wiederum nutzen die Verhandlungen lediglich dafür, um der Türkei politische und wirtschaftliche Konzessionen abzuverlangen. Oftmals fühlen sich die Türken von Brüssel erpresst und gegängelt.


Deutsch Türkische Nachrichten

Der New York Times-Journalist Alan Cowell erkennt eine Entfremdung zwischen der Türkei und der EU. In einem Artikel schreibt er, dass die Beitrittsverhandlungen in zweierlei Hinsicht fragwürdig seien. Zum einen erkennt er beim jetzigen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan ein Desinteresse. Doch zum anderen ist die EU scheinbar nicht bereit, ein Land wie die Türkei aufzunehmen. Der größte Türkei-Gegner ist in diesem Zusammenhang Deutschland.

Exemplarisch dafür steht das 2014 beschlossene CDU ihr EU-Wahlprogramm. In dem Wahlprogramm heißt es:

„Eine Vollmitgliedschaft der Türkei lehnen wir aber ab, weil sie die Voraussetzung für einen EU-Beitritt nicht erfüllt. Angesichts der Größe des Landes und seiner Wirtschaftsstruktur wäre zudem die Europäische Union überfordert.“

Doch paradoxerweise sind die Christdemokraten gegen einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Die deutsche Bundesregierung will also keinen EU-Beitritt der Türken. Doch die Verhandlungen möchte sie weiterführen.

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