Frankreich: Gestürzte Grabsteine


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Zerschossene Fenster, verstreute Hostien, geschändete Gräber: In Frankreich häufen sich Angriffe auf Kirchen, Moscheen und jüdische Stätten. Die Motive sind verschieden. Gemeinsam ist die Missachtung heiliger Orte.


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Auf dem Altartuch in einer Pfarrkirche im nordfranzösischen Valenciennes: Brandspuren. 50 Kilometer weiter in Tourcoing: acht Einschusslöcher in den Kirchenfenstern. In Saint-Martin-le-Beau bei Tours: die mittelalterliche Dorfkirche ist durch Brandstiftung weitgehend zerstört. Raub in Hendaye im südwestfranzösischen Departement Pyrenees-Atlantiques: Liturgische Gefäße gestohlen, samt den darin aufbewahrten Hostien.

Täglicher Vandalismus

Kaum ein Tag vergeht derzeit in Frankreich, an dem es nicht einen neuen Fall von Vandalismus gibt. Und es geht keineswegs nur um Kirchen. In Macon in Burgund wurden zwei junge Männer wegen versuchter Brandstiftung an einer Moschee zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der jüdische Friedhof von Sarre-Union im Elsass wird verwüstet, in einem jüdischen Supermarkt in Paris werden Geiseln genommen.

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