Fast 500 Bootsflüchtlinge an Indonesiens Westküste gestrandet


Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus "Report Mainz"
Brand auf einem Flüchtlingsschiff vor den Küsten Europas © Szene aus „Report Mainz“
An der Westküste Indonesiens sind mehrere Boote mit fast 500 Angehörigen der verfolgten muslimischen Rohingya-Volksgruppe gestrandet.


evangelisch.de

Wie lokale Medien am Sonntag unter Berufung auf Behörden und Hilfsorganisationen berichteten, wurden die Bootsflüchtlinge vor der Provinz Aceh von der Küstenwache aufgegriffen. Sie sollen aus Myanmar stammen. Einige der Männer, Frauen und Kinder seien krank, hieß es. Sie hätten seit Tagen nichts gegessen und getrunken.

Laut den Vereinten Nationen sind die Rohingya die am meisten verfolgte Volksgruppe der Welt. Vor allem im buddhistisch dominierten Myanmar sind sie Gewalt und Unterdrückung ausgesetzt. Die Rohingya sind dort nicht als ethnische Minderheit anerkannt. Als 2012 Unruhen zwischen Buddhisten und Muslimen ausbrachen, gab es im westlichen Bundesstaat Rakhine laut Menschenrechtlern einen Exodus. 100.000 Rohingya flohen außer Landes.