Papstberater: Franz könnte auch in Bogota residieren


Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus könnte die katholische Kirche nach Ansicht eines engen Beraters ebenso gut von Bogota wie vom Vatikan aus regieren. Die Kurie in Rom sei dafür „nicht wesentlich“, sagte der argentinische Erzbischof Victor Manuel Fernandez (52) der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Sonntag).


kathweb

Der Papst könnte auch außerhalb des Vatikan leben und „eine Behörde in Rom und eine andere in Bogota haben und sich vielleicht mit Liturgie-Fachleuten in Deutschland zu einer Telefonkonferenz zusammenschalten“, so Fernandez. Aus theologischer Sicht sei es ohnehin nicht die römische Kurie, die dem Papst zur Verfügung stehe, um den Gläubigen zu dienen, sondern das Bischofskollegium.

Fernandez ist 2011 Rektor der katholischen Universität von Argentinien mit Hauptsitz in Buenos Aires. Er arbeitete bereits damals eng mit dem heutigen Papst, dem seinerzeitigen Kardinal der Stadt, Jorge Mario Bergoglio, zusammen und gilt als enger theologischer Berater von Franziskus. Im Mai erhob ihn der Papst zum Erzbischof.