Wenn im Fernsehgottesdienst das ‚Vaterunser‘ verändert wird


Bild. cinema.de
In evangelischem Fernsehgottesdienst wurde gebetet: „Und führe uns in der Versuchung“ – Sowohl die ursprüngliche wie auch die veränderte Form des Vaterunsers führte zu Zuhörerprotesten


kath.net

Eine ungewöhnliche Formulierung im „Vaterunser“ hat die Zuschauer eines Fernsehgottesdienstes irritiert. Ende April wurde in der Sendung „Stunde des Höchsten“ statt der üblichen Bitte „Und führe uns nicht in Versuchung“ so gebetet: „Und führe uns in der Versuchung“. Der einstündige Gottesdienst wird von der evangelischen Diakonie-Einrichtung „Zieglersche“ (Wilhelmsdorf bei Ravensburg) produziert und über den christlichen Fernsehsender BibelTV ausgestrahlt.

Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea begründete Fernsehpfarrer Heiko Bräuning die Veränderung damit, dass er immer wieder kritische Anfragen zu dem gewohnten Wortlaut erhalte. Viele Zuschauer könnten nicht verstehen, dass Gott Menschen „in Versuchung“ führe. Sie hofften vielmehr auf Bewahrung, wenn sie in Gefahr gerieten, gegen Gottes Gebote zu verstoßen.

weiterlesen