Arktis: Shell darf bohren


Mitte April protestierten Greenpeacer gegen das Shell-Vorhaben, in der Arktis nach Öl zu bohren. © Greenpeace / Tim Aubry
Umweltschützer sind entsetzt: Das US-Innenministerium gibt grünes Licht für Ölbohrungen in der Arktis.


greenpeace magazin

Die Nachricht platzte mitten in den in Hamburg tagenden G7-Energiegipfel: Der Mineralölkonzern Shell darf in der Tschuktschensee im Nordpolarmeer nach Öl bohren. „Das ist klimapolitischer Wahnsinn“, sagt die Arktis-Expertin von Greenpeace Larissa Beimer. Mit dieser Entscheidung setze die Obama-Regierung das sensible Ökosystem der Arktis bewusst aufs Spiel. Es sei doppelzüngig, den Klimawandel als größte Gefahr für kommende Generationen zu sehen und dann Shell die Ölbohrungen in der Arktis zu genehmigen.

Umweltschützer kritisieren den riskanten Plan aus zwei Gründen: Das Öl in der Arktis müsse im Boden bleiben, um das Ziel zu erreichen, die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius zu beschränken. Außerdem sei eine Bekämpfung eines Ölunfalls in diesen abgelegenen Gebieten mit extremen Wetterbedingungen nicht möglich.

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