Luxemburgs Erzbischof will in Laizismus-Debatte Stärke zeigen


Jean-Claude Hollerich,
Luxemburgs Erzbischof Jean-Claude Hollerich will sich stärker in die Diskussionen um die Trennung von Kirche und Staat einbringen. „Wir sind viele Kompromisse eingegangen, doch nun kommt eine Zeit, in der wir härter durchgreifen müssen“, sagte Hollerich der Tageszeitung „Luxemburger Wort“ (Montag).


kathweb

Von den Plänen der Regierung, Kirchengebäude künftig für nichtkirchliche Zwecke zu nutzen, hält Hollerich nichts. Viele würden sich dadurch auf die Füße getreten fühlen. Auch wenn der Staat nicht für alle Kosten zum Erhalt der Gotteshäuser aufkommen könne und daher die Pfarren selbst mithelfen müssten, gehöre die Kirche den Menschen, die für sie gezahlt und Geld gespendet hätten. „Im französischen Laizismus haben die Kommunalgemeinden die Pflicht, die Kirchengebäude zu unterhalten – was in Luxemburg Staat und Gemeinden nicht mehr tun“, so Hollerich.

Der Erzbischof äußerte sich nach dem Ende der sogenannten Muttergottesoktav, einer 14-tägigen Wallfahrt. Pilger aus allen Dekanaten des Landes, Mitglieder von Kongregationen, Gruppen, Verbänden sowie zahlreiche Pilger aus der Eifel, aus Lothringen und belgischen Dekanaten hatten bis 10. Mai an Andachten, Gottesdiensten, Konferenzen und Gebeten in der Kathedrale von Luxemburg teilgenommen.

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