Wenn Theologie realitätsfern ist


DerverzweifelteJesusManchmal offenbaren Worte mehr, als sie eigentlich wollten. So erging es auch dem Ratsvorsitzenden der EKD in der vergangenen Woche. Auf die von Professor Notger Slenczka angestoßene Diskussion um die Bedeutung des Alten Testaments angesprochen, stellte Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm klar, dass die Einheit von Altem und Neuem Testament für ihn außer Frage stehe.


Von Sebastian Moll|kath.net

So weit, so gut. Dann aber fügte er einen bemerkenswerten Kommentar hinzu. Er würdige zwar die akademische Diskussion, doch sollte ihm in der breiten Öffentlichkeit nicht zu viel Bedeutung beigemessen werden. Damit hat er das Problem, vermutlich unbeabsichtigt, auf eine ganz neue Ebene gehoben. Der EKD-Ratsvorsitzende hat hiermit öffentlich angedeutet, dass unsere Theologischen Fakultäten eine abgekapselte Welt für sich bilden, die mit dem, was die christliche Gemeinde bewegt, im Grunde nichts zu tun hat. Das aber ist nichts anderes als eine Bankrotterklärung der akademischen Theologie. Denn wozu ist sie da, wenn nicht für die Gemeinschaft der Gläubigen?

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