Esoterik und Verschwörungstheorien: „Der Markt mit Wunderangeboten boomt“


Dr. Stephanie Dreyfürst, Bild. FNP
Dr. Stephanie Dreyfürst (40) leitet das Schreibzentrum an der Goethe-Universität. Ehrenamtlich engagiert sie sich beim 1987 gegründeten Skeptiker-Verein „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften“, kurz: GWUP. Die GWUP hält ihre Jahrestagung „SkepKon“ vom 14. bis 16. Mai auf dem Campus Westend der Goethe-Universität ab. FNP-Mitarbeiter Thomas J. Schmidt hat sich mit Dreyfürst über Geisterjäger und Geschäftemacher, ihr Engagement und die Tagung unterhalten.


Frankfurter Neue Presse

Frau Dr. Dreyfürst, können Sie mir ein Horoskop legen?

STEPHANIE DREYFÜRST: Auf gar keinen Fall! Außer vielleicht aus Spaß.

Sie glauben nicht an so was?

DREYFÜRST: Nein. Aber bei uns Skeptikern geht es nicht darum, zu glauben oder nicht, sondern die Dinge möglichst unvoreingenommen und mit anerkannten wissenschaftlichen Methoden zu prüfen. Da kommt Astrologie nicht gut weg.

Wie erfolgreich ist die GWUP in der Bekämpfung von Esoterik, Aberglauben und Unsinn?

DREYFÜRST: Gegenfrage: Wie misst man Erfolg? Wir haben steigende Mitgliederzahlen, und die Sozialen Medien machen es viel einfacher als früher, Menschen mit unseren Themen zu erreichen und auf sie zuzugehen. Allerdings wissen wir auch, dass unser Engagement nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist und der Markt mit esoterischen Wunderangeboten boomt. Schon in der Schule sollte kritisches Denken besser geschult werden, damit die jungen Menschen besser gerüstet sind für den Alltag.

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1 Comment

  1. Das Problem ist nicht auf ein Land oder eine Religion begrenzt, es ist unser hominides Erbe aus der Frühzeit um mit unerklärbaren bedohlichen Situation fertig zu werden. Etwa 25% der Menschen sind dauerhaft vom kindlichen religiösem Brainwash geschädigt und glauben jeden esoterisch übersinnlichen Humbug, so absurd und idiotisch der auch sein mag.

    Wenige der US-Schulen boykottieren das Bildungsgesetz von 2005, nachdem „übernatürliche Erscheinungen eine annehmbare wissenschaftliche Erklärung darstellen“. Der „Science and Engineering Indicator“ belegtt US Amerikaner sind geistig überfordert Pseudo-Wissenschaft von Wissenschaft zu unterscheiden. Über 54% der US-Bürger wissen nicht die Erde umkreist die Sonne in 1 Jahr und ist nicht das Zentrum des Universums, Gebete heilen niemals, die Evolution von Charles Darwins ist Realität, Homosexualität ist kein Gottes Frevel in der Natur bei etwa 1500 A5ten üblich.

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