„Karikaturen sind nicht zu verbieten“


Martin Kippenberger(Frosch),  Deborah Sengl(Huhn) u.Bernard Arnault(PissChrist)
Martin Kippenberger(Frosch), Deborah Sengl(Huhn) u.Bernard Arnault(PissChrist)bearb.:bb
Die Kunstfreiheit schützt Karikaturen, selbst wenn diese die Religion beleidigen. Das hat der Rechtsanwalt und Kunstkenner Peter Raue am Dienstag bei einem Vortrag im Deutschen Bundestag erklärt. Den sogenannten Blasphemie-Paragrafen halte er für nicht sinnvoll.


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Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Kunstfreiheit gehören zu den Grundfesten eines demokratischen Staates. Nur, dass sie in jüngster Vergangenheit immer wieder in Konflikt miteinander geraten sind. Mit diesem Problem beschäftigte sich Raue in seinem Vortrag – auch anlässlich des Anschlages auf die Pariser Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo im Januar.

„Jeder darf nach den Geboten seiner Religion handeln“, sagte Raue. Zugleich sei es aber auch jedem erlaubt, Kunst herzustellen und zu vertreiben. Als Beispiel für einen Konflikt der Grundrechte nannte er neben Karikaturen zu religiösen Themen den Auftritt der Femen-Aktivistin Josephine Witt in einem Weihnachtsgottesdienst vor zwei Jahren in Köln. Witt nannte ihre Aktion, bei der sie nackt auf den Altar des Doms sprang, im Anschluss „Kunst“. Ein weiteres Beispiel sei die Darstellung des Papstes beim Christopher Street Day mit Kondomen in den Händen und einer Aidsschleife an der Kleidung.

Die Kunst ist nicht absolut frei

Wer die Meinungs- und Kunstfreiheit ausnutze, dürfe das juristische betrachtet so weit tun, bis die Menschenwürde des Angegriffenen verletzt werde. „Kein Mensch muss hinnehmen, dass seine Würde angegriffen wird“, sagte Raue. Die Kunst sei nicht automatisch absolut frei. Kritik sei auch dann unzulässig, wenn sie beispielsweise zu Rassenhass aufrufe, wie es bei mancher Islamkritik der Fall sei. Eine Rolle spiele auch das Ziel, das Künstler verfolgten. Wollten sie Dritte schlicht beleidigen, drohe ein Verbot oder eine Verurteilung. Wiesen sie hingegen auf übergeordnete Sachverhalte hin, entschieden Gerichte immer wieder, dass dies zulässig sei. „Die Würde des Menschen ist der Scheinwerfer, in dessen Licht wir abwägen“, sagte Raue.

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2 Comments

  1. Die Gläugikeit von Menschen ist ein untrügliches Merkmal für Intelligenz respektive total Blödheit

    Das Pew Research Survey 2012 listet im UK noch 48% Christen bei 8% Fundamentalisten, Die Erstsemester der Universitäten glauben zu 34%, Akademiker zu 3,3%. Glaube und Intelligenz schließen sich als extreme Gegensätze aus, wer wenig weiß muss viel glauben. Die „London School of Economics and Political Science“ tested 2009 den IQ von 14.000 Kandidaten. Atheisten haben ein IQ >106, gläubige Einfaltspinsel IQ<95 und Fanatiker IQ<70. Eine Prüfung 63 ähnlicher Studien bestätigt obige IQ Werte. Die GCSE-Studie mit 6.600 Zwillingen belegt der Bildungserfolg von Kindern ist stark erblich bedingt. Der kindliche "Brainwash" macht 25% der Menschen zu Religioten, Kritik an der Bibel ist strafbare Blasphemie. Gläubige konsumieren endlos Bibelhumbug, TV-Soaps und Pornos, sie sind ungebildet, geistig krank bis intolerant im ewig absolut wahren Gotteswahn gefangen. Der absurdeste Humbug wird gegen alle Logik und Realität als Befehl Gottes akzeptiert und macht sie zu leichten Opfern von Demagogen.

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