Streng katholisch: Paraguay verweigert vergewaltigter Zehnjähriger eine Abtreibung


Ein zehnjähriges Mädchen wird in Paraguay – wohl von seinem Stiefvater – vergewaltigt und ist im fünften Monat schwanger. Das katholische Land verbietet einen Abbruch der Schwangerschaft. Und demnächst kommt der Papst zu Besuch.


Deutsch Türkische Nachrichten

Der Fall eines zehnjährigen Vergewaltigungsopfers hat in Paraguay heftige Debatten um das Abtreibungsverbot im Land ausgelöst. Die Regierung in Asunción hatte dem Mädchen den gewünschten Abbruch seiner Schwangerschaft verweigert, als es in der 23. Schwangerschaftswoche in ein Kinderkrankenhaus kam. UN-Menschenrechtsexperten forderten die Regierung diese Woche auf, die Gesundheit des Kindes in den Vordergrund zu stellen.

«Die Entscheidung der paraguayischen Regierung ist ein Verstoß gegen das Recht auf Leben und Gesundheit des Mädchens», warnten die UN-Experten. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Kinderschwangerschaften extrem gefährlich für das Leben der Mutter und das des Fötus. Die Körper junger Mädchen seien für eine Schwangerschaft noch nicht genug entwickelt.

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