Familiensynode: Apostel Overbeck dämpft zu hohe Erwartungen an den heiligen Geist


Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Papst Franziskus während einer Synode zum Thema Familie© Max Rossi/Reuters/Bearb.BB
Essener Bischof: Man dürfe von den bischöflichen Beratungen etwa über wiederverheiratete Geschiedene oder Menschen in homosexuellen Beziehungen «keine Wunder erwarten».


kath.net

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck warnt vor zu hohen Erwartungen an die Weltbischofssynode im Herbst im Vatikan. Man dürfe von den bischöflichen Beratungen etwa über wiederverheiratete Geschiedene oder Menschen in homosexuellen Beziehungen «keine Wunder erwarten», sagte er am Dienstagabend in Mülheim. Overbeck verwies auf die weltweit unterschiedlichen kulturellen Traditionen zu diesen Themen. Es wäre schon viel gewonnen, wenn die Synode Entwicklungen ermögliche, die sich der Komplexität der Weltkirche annähern.

Vom 4. bis 25. Oktober kommt die Bischofssynode in Rom zusammen, die konkrete Leitlinien für die Pastoral der Familien erarbeiten will. Zur Vorbereitung hatte Papst Franziskus Umfragen an der Kirchenbasis initiiert, die eine tiefe Kluft zwischen kirchlicher Lehre über die Sexualmoral und der Praxis der Katholiken belegen. Das Nein zu Kondomen, gleichgeschlechtlichen Partnerschaften oder der Ausschluss wiederverheirateter Geschiedener von der Kommunion wird in Deutschland nur von einer Minderheit der katholischen Kirchenmitglieder geteilt. (Anm.d.kath.net-Redaktion: Allerdings weisen praktizierende Katholiken auch immer wieder darauf hin, dass die Kirche im deutschen Sprachraum in diesen Themen zu wenig über ihre eigene Lehre informiere.)

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