Freispruch in Sterbehilfe-Fall


Eine 99-Jährige wollte Sterben. Ihr Sohn half ihr dabei (Symbolbild). Foto: Imago/Symbolbild
Sie war weder todkrank, noch litt sie unerträglich. Ärzte weigerten sich daher bei einer 99-Jährigen Sterbehilfe zu leisten. Der Sohn besorgte ihr Medikamente und musste sich dafür vor Gericht verantworten. Er wurde freigesprochen.


Frankfurter Rundschau

In den Niederlanden ist ein Mann, der seiner 99-jährigen Mutter beim Suizid half, freigesprochen worden. Ein Gericht in Arnheim hob in dem Berufungsurteil am Mittwoch eine frühere Verurteilung auf. In den Niederlanden dürfen nur Ärzte Sterbehilfe leisten.

Albert Heringa hatte 2008 seiner Mutter Tabletten besorgt und geholfen, ihr Leben zu beenden. Weil die Mutter nach ärztlicher Auffassung weder todkrank war noch unerträglich litt, waren die gesetzlichen Bedingungen nicht erfüllt: Kein Arzt war zur Sterbehilfe bereit. Der Fall hatte in den Niederlanden eine Debatte ausgelöst, ob auch Menschen das Recht auf Sterbehilfe bekommen sollen, die ihr Leben als abgeschlossen betrachten, aber nicht krank sind.

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