Bildungsplan: Ewiggestrige bepreisen sich selbst


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Pädagoge Gabriel Stängle erhält den ojcos-Stiftungspreis – Er war Initiator einer Petition zum Bildungsplan und sammelte rund 200.000 Unterschriften gegen das Vorhaben, in allen Schulklassen für die Akzeptanz sexueller Vielfalt zu werben.


kath.net

Der württembergische Pädagoge Gabriel Stängle (Nagold) hat den ojcos-Stiftungspreis erhalten. Er nahm die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung am Freundestag der ökumenischen Kommunität „Offensive Junger Christen“ (OJC) an Christi Himmelfahrt (14. Mai) in Reichelsheim (Odenwald) entgegen. Die von der OJC gegründete ojcos-Stiftung ehrt damit sein „mutiges Engagement für eine wissenschaftlich orientierte Pädagogik und gegen ideologische Theoriekonstrukte, insbesondere in der schulischen Sexualerziehung“. Stängle war Initiator einer Petition zum Bildungsplan in Baden-Württemberg. Er sammelte rund 200.000 Unterschriften gegen das Vorhaben, in allen Schulklassen für die Akzeptanz sexueller Vielfalt zu werben. Die Eingabe wurde im Januar 2014 an den Petitionsausschuss des baden-württembergischen Landtags überreicht. Der Prior der OJC, Konstantin Mascher, kritisierte in seiner Laudatio, dass die grün-rote Landesregierung bis heute das Gespräch mit den Kritikern verweigere. Es gebe keine sachlich fundierte Erwiderung auf die Petition: „Abwehren und Beschimpfen fällt anscheinend leichter, als in den Dialog zu treten.“ Mascher würdigte die Zivilcourage und Standfestigkeit des Realschullehrers, gegen den eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung und drei Dienstaufsichtsbeschwerden eingegangen seien, die abgewiesen bzw. fallen gelassen wurden. Dem Engagement von Stängle sei es zu verdanken, dass der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), der es auf keinen Kulturkampf ankommen lassen wolle, erklärt habe: „Es kann nicht darum gehen, dass wie in Baden-Württemberg eine breite Debatte in den Schulen ausbricht.“ Mascher würdigte ferner, dass sich Stängle im Verein KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen engagiert. Als Geschichtslehrer habe er mit seinen Schülern eine Dokumentation über „Die stillen Retter untergetauchter Juden im Nordschwarzwald und im Oberen Gäu“ erstellt, die mehrere Auszeichnungen erhalten habe. Man könne Stängle deshalb nicht in „die rechte Ecke“ stellen, wie es seine Gegner versuchten.

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