Funktioniert Verbrechensbekämpfung mit Big Data?


Seit September testet die Polizei in München und Mittelfranken eine Software namens Precobs („Pre Crime Observation Systems“). Das Programm versucht, anhand von bekannten Verhaltensmustern von Einbrechern vorherzusagen, wo in den nächsten Stunden oder Tagen Einbrüche stattfinden. In diesen Gebieten kann die Polizei dann ihre Präsenz deutlich verstärken und eventuell Verbrecher auf frischer Tat ertappen und festnehmen.


Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Die Evaluierung des Systems soll in München bis Ende Mai laufen. Die aktuelle Verbrechensstatistik der bayerischen Landeshauptstadt München liefert aber bereits jetzt einen Anhaltspunkt, der dafür spricht, dass das Ergebnis positiv ausfällt: München verzeichnet nämlich für das gesamte Jahr 2014 einen deutlichen Anstieg der Einbrüche. In den letzten Monaten gingen diese Straftaten aber deutlich zurück.

Beim Bayerischen Landeskriminalamt, das für die Auswertung hauptsächlich zuständig ist, will man allerdings noch keine verbindlichen Aussagen dazu machen. Fest steht lediglich, dass die Machbarkeitsstudie von den beiden Ersttestregionen auf ganz Bayern ausgeweitet wird. Das entschied der bayerische Innenminister Joachim Herrmann bereits im November.

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