Getrennte Eltern müssen sich auf Religion der Kinder einigen


Nach der Scheidung dürfen einzelne Elternteile nicht eigenmächtig über die Religion ihrer Kindes entscheiden. Die Entscheidung liegt bei den Kindern.


WAZ

Gehören Eltern unterschiedlichen Religionen an und leben Kinder nach der Scheidung bei nur einem Elternteil, dürfen sie nicht verfrüht in eine der Religionsgemeinschaften eingegliedert werden. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden, wie die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Das Gericht entschied gegen die Taufe und Kommunion zweier Kinder, deren Vater einer anderen Glaubensgemeinschaft angehörte als die Mutter.

In dem verhandelten Fall lebten die zwei Kinder seit der Scheidung ihrer Eltern bei der Mutter. Die Mutter ist Christin, der Vater Moslem. Die Kinder gehörten noch keiner Religionsgemeinschaft an. Sie besuchten eine katholische Schule am Wohnort der Mutter und nahmen am Religionsunterricht teil.

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