Deutschland: Eine lange Liste voller Alltagsrassismus


Bild: pegida/FB, Screenshot:BB Die UN-Experten nennen keine Beispiele für den Rassismus, sondern sprechen nur von "bestimmten Parteien und Bewegungen".
Bild: pegida/FB, Screenshot:BB
Die UN-Experten nennen keine Beispiele für den Rassismus, sondern sprechen nur von „bestimmten Parteien und Bewegungen“.
Harsche Kritik von den Vereinten Nationen: Ein Prüfgremium der Weltorganisation prangerte am Freitag den alltäglichen Rassismus in Deutschland an. Es geht um die Diskriminierung von Minderheiten auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt über antimuslimische Ausfälle und Hassreden von Politikern bis hin zur Gewalt gegen Migranten.


Von Jan Dirk Herbermann|derStandard.at

Der Antirassismus-Ausschuss der Uno forderte in Genf von Deutschland mehr Einsatz im Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit – Bund und Länder seien gleichermaßen gefordert.

Das Expertengremium unter Vorsitz des Menschenrechtlers Jose Francisco Cali Tzay aus Guatemala hat geprüft, ob und wie Deutschland die Antirassismus-Konvention der Uno umsetzt. Deutschland, für das die Konvention 1969 in Kraft trat, muss sich wie alle anderen Vertragsstaaten einer regelmäßigen Kontrolle unterziehen.

Das Komitee verlangt nun in einem Bericht von den deutschen Behörden einen besseren Schutz von Asylwerbern. Der „Anstieg der gewaltsamen Attacken“ auf diese Menschen, die vor Krieg und Unterdrückung geflohen seien, ist für die Experten nicht hinnehmbar. Mit „großer Sorge“ beobachten die Fachleute auch die Verbreitung von „rassistischen Ideen“ durch „bestimmte politische Parteien und Bewegungen“ und die daraus resultierende Gewalt gegen Minderheiten. Die Behörden müssten entschlossener gegen diese Propaganda vorgehen. Allerdings versäumten es die Mitglieder des Antirassismus-Komitees, Beispiele zu nennen.

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