IS erobert Provinzhauptstadt im Irak


Soldaten der irakischen Armee im Kampf gegen die IS-Miliz in Ramadi (Foto vom 14. Mai 2015). Foto: REUTERS
Innerhalb nur weniger Tage gelingt der IS-Terrormiliz ein weiterer bedeutender Erfolg: Die Extremisten haben nach monatelanger Belagerung die Provinzhauptstadt Ramadi fast vollständig unter Kontrolle gebracht. Experten warnen nun vor einer „großen Katastrophe“.


Frankfurter Rundschau

Nach monatelangen Kämpfen hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Westirak einen strategisch und symbolisch bedeutenden Erfolg erzielt. Die sunnitischen Extremisten konnten am Freitag die Provinzhauptstadt Ramadi fast vollständig unter ihre Kontrolle bringen. IS-Kämpfer hätten einen Regierungskomplex eingenommen und beherrschten rund 90 Prozent Ramadis, hieß es aus Sicherheitskreisen. Das Gebäude des Provinzrates sowie die lokale Polizeizentrale seien gesprengt und zerstört worden.

Die Hauptstadt der von Sunniten bewohnten Provinz Al-Anbar rund 110 Kilometer westlich von Bagdad ist seit Monaten zwischen IS-Anhängern und Regierungskräften umkämpft. Mit dem Vormarsch beherrscht der IS nun die allergrößten Teile der Provinz. Sollte der IS Ramadi völlig unter Kontrolle bringen, wäre das eine „große Katastrophe“ mit massiven Folgen für die Sicherheit des Iraks, sagte der Vorsitzende des Provinzrates, Sabach Karchut, der Deutschen Presse-Agentur.

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