Juden, die an Jesus glauben


Schauspieler stellen den Kreuzweg nach – Messianische Juden glauben an Jesus (dpa / picture alliance Alfredo Aldai)
Für Messianische Juden ist Jesus der Messias. Damit sind sie theologisch gesehen Christen. Das sehen sie aber ganz anders – was für Ärger zwischen jüdischen und kirchlichen Vertretern über den Umgang mit den Gläubigen sorgt.


Von Michael Hollenbach|Deutschlandradio Kultur

Die Jeschua Ha-Maschiach-Gemeinde in Hannover. Jeschua Ha-Maschiach ist hebräisch und bedeutet: Jesus, der Gesalbte. Der Leiter der Gemeinde, Johannes Heier, begrüßt die zwei Dutzend Gemeindemitglieder, die sich am Samstagmorgen in der ehemaligen Videothek zum Schabbat versammelt haben.

Ina Wunn: „Messianische Juden sind Menschen, die sich dem Judentum zugehörig fühlen; das heißt, Menschen, die die jüdischen Gesetze befolgen, Kinder beschneiden lassen, die jüdischen Speisegesetze beachten, den Sabbat feiern, aber daran glauben, dass Jesus von Nazareth tatsächlich der erwartete Messias gewesen ist.“

Erläutert die Religionswissenschaftlern Ina Wunn. Und Gemeindeleiter Johannes Heier betont:

„Wir kehren zurück zu den Wurzeln, wir folgen dem Willen Gottes nach. (…) Das Volk Israel hat eine große Aufgabe. Also durch dieses Volk offenbart sich Gott der ganzen Menschheit.“

Die messianischen Juden sehen sich theologisch in der Tradition der jüdischen Urchristen.

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