Stifter finanziert Studienreisen nach Auschwitz


Der Unternehmer Erich Bethe gründete die Stiftung „Erinnern ermöglichen“, um Schülerinnen und Schülern Reisen nach Auschwitz anzubieten. Dort sollen sie sich mit dem Holocaust auseinandersetzen.© Picture Alliance
Der Unternehmer Erich Bethe will Klassenreisen nach Auschwitz finanzieren, damit die Erinnerung an die Greueltaten der Nazis gewahrt bleibt. Doch kaum einer nimmt sein Angebot an.


Von Uli Hauser|stern.de

Erich Bethe, 75, ist kein Mann, den es in die Öffentlichkeit drängt. Der Rheinländer wirkt im Stillen, sein Bundesverdienstkreuz würde er am liebsten wieder zurückgeben. Bethe ist mit Immobilien reich geworden und teilt diesen Reichtum seit Jahren, er unterstützt soziale Initiativen: Er finanzierte den Bau von Kinderhospizen und Projekte für die Betreuung misshandelter Jungen und Mädchen. Aber da ist diese eine Sache, sagt er, diese Missachtung, über die man öffentlich reden müsse.

Es geht um zehn Millionen Euro, die der gelernte Industriekaufmann gemeinsam mit einem befreundeten Stifter verschenken möchte. Bethe will Schülerinnen und Schülern ermöglichen, nach Auschwitz zu reisen, um sich vor Ort über die Gräueltaten der Nazis zu informieren. Deshalb schrieb er im Januar an die Kultusminister der Bundesländer und die Landeszentralen für politische Bildung.

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