Zwei Morde pro Woche: Umweltschützer leben gefährlich


Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)
Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)
Jede Woche werden weltweit zwei Umweltschützer ermordet. Eine Studie macht den Wettlauf um Ressourcen für die zunehmende Gewalt verantwortlich. Lateinamerika ist die gefährlichste Region für Menschen, die sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen.


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Wer sich für den Schutz der Umwelt einsetzt, lebt gefährlich. 116 Aktivisten wurden im Jahr 2014 weltweit ermordet, besagt eine im April veröffentlichte Studie der britischen Nichtregierungsorganisation Global Witness. Der Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung ist vor allem in Lateinamerika riskant – dort ereigneten sich 87 der tödlichen Attacken auf Umweltschützer. Trauriger Spitzenreiter ist Brasilien mit 29 Fällen.

Das kleine mittelamerikanische Land Honduras fällt auf, da es mit 12 Morden die höchste Pro-Kopf-Quote aufweist. Kolumbien, das nach wie vor von Kämpfen zwischen Guerilla, Armee und paramilitärischen Banden erschüttert wird, wies im vergangenen Jahr 25 Fälle auf.

Hohe Dunkelziffer

Der Bericht namens „Wie viele noch?“ zählt die Gewalttaten in 17 Ländern auf. In Asien führen die Philippinen mit 15 Morden an Umweltaktivisten die Statistik an, gefolgt von Thailand mit vier und Indonesien mit zwei Fällen. In Afrika liegt Uganda mit zwei Mordattacken an der Spitze. Die Dunkelziffer sei mit Sicherheit weit höher, schreiben die Autoren der Studie. Insbesondere in Ländern wie China, Indien oder Russland sei es schwierig, vollständige Informationen zu bekommen.

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