Intelligenzbegriff bei Pflanzen: Die Würde der Blumen


Mancher glaubt, dass Pflanzen Erfahrungen machen, lernen und sich erinnern. (Foto: dpa)
Sind Pflanzen intelligent? Nein, sagen die meisten Botaniker. Ja, sagt Stefano Mancuso. Mit seiner Forschung will er zeigen, dass Pflanzen nicht nur überleben, sondern gedeihen wollen.


Von Magdalena Hamm|Süddeutsche.de

Mimose! Diese Pflanze könnte man vielleicht für sensibel oder schreckhaft halten – aber doch nicht für clever. Doch genau das meint der italienische Botaniker Stefano Mancuso. Er hält die berührungsempfindlichen Gewächse für äußerst gelehrig. „Mimosen klappen ihre Blätter nicht bei jeder beliebigen Berührung zusammen, sie sind in der Lage, zwischen gefährlichen und ungefährlichen Reizen zu unterscheiden“, erklärt Mancuso. „Und sie können aus Erfahrungen lernen.“

Um das zu demonstrieren, ließ der Botaniker eingetopfte Mimosen wiederholt aus geringer Höhe auf eine weiche Unterlage fallen. Anfangs falteten die Pflanzen ihre Blätter nach jedem Aufprall zusammen, aber spätestens nach dem sechsten Sturz zeigten sie keine Reaktion mehr. Offenbar hatten sie gelernt, dass ihnen die Erschütterung nicht schadet. Selbst einen Monat später konnten sich die Pflanzen noch an ihr gelerntes Wissen erinnern und blieben von erneuten Stürzen unbeeindruckt.

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1 Comment

  1. Ein unverzichtbarer Teil von Intelligenz ist ein großer Nervenknoten mit neuronalen Strukturen – also ein Gehirn. Viele motorische Bewegungen der Tiere und Menschen werden von winzigen lokalen Nervenknoten gesteuert, ohne dass das Gehirn dort akut eingreift.

    In der Wüste wehren sich Planzen gegen Blätterfraß von Tieren durch Tannin, das sie einlagern und die Blätter ungenießbar bitter machen. Andere Planzen können das als Duftstoff erkennen und machen es ebenso. Deswegen fressen Tiere immer nur wenige Blätter einer Planze und bewegen sich dabei gegen die Windrichtung. Die Intelligenz liegt hier bei den Tieren, die Planze reagiert nur nach genetisch vorgeprägtem Schema

    Ich wüßte als Nicht-Botaniker keine Pflanze, die einen zentralen „Denkapparat“ hat. Die Bewegungen und sehr begrenzten Aktionen der Pflanzen steuern solche lokale Knoten, die 100% auf diesen Zweck ausgerichtet funktionieren. Auslöser sind fast immer Umweltbedingungen, die man im voll klimatisierten Glashaus mit künstlicher Sonne simuliert. Die Pflanze merkt nicht, das draußen vielleicht Winter ist und bei 1 Meter Schnee ihr Wachstum mit Blütenpracht zur Farce macht

    Wer wie ich einige Jahre Woche für Woche mit dem Auto durch Holland gefahren ist, der sieht überall im Land nachts die gelben Lichflecken. der Batriumdampflampen. Da wird Millionen Planzen in Gewächshäusern suggeriert es ist Frühling, schön warn und die Sonne scheint, also wachsen und vor allem schneller wachsen als der Nachbarn. Diese Pflanzen haben selbst Erde nie gesehen, sie wachsen auf Substrat mit flüssiger Nährlosung

    Betrug sagt der Anwalt der Planzen und klagt vor Gericht – Trallala

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