Reaktionen auf Flüchtlings-Misshandlungen: „Einfach widerwärtig!“


Wache der Bundespolizei im Hauptbahnhof Hannover: Hier sollen junge Flüchtlinge misshandelt worden sein© Julian Stratenschulte/DPA
„Erschütternd“, nennt die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung die Nachricht von der Misshandlung von Flüchtlingen in Polizeigewahrsam. Auch in den Sozialen Netzwerken herrscht Entsetzen.


stern.de

Nach den Berichten über die Misshandlung von Flüchtlingen hat die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), die Vorwürfe gegen die Bundespolizei in Hannover als „erschütternd“ bezeichnet. „Wenn es zutrifft, dass ein Beamter Flüchtlinge gequält, sich damit gebrüstet und die Misshandlungen sogar noch dokumentiert hat, muss die Bundespolizei über den Einzelfall hinaus Konsequenzen ziehen“, verlangte Özoguz am Montag in Berlin. „Die Polizeibehörde muss unmissverständlich klarstellen, dass sie ein solches menschenverachtendes Verhalten in ihren eigenen Reihen nicht toleriert.“

Die Grünen fordern, dass die Bundespolizei rückhaltlos Rechenschaft über die Vorgänge in ihrer Wache in Hannover abgibt. „Sollten sich die Vorwürfe über rassistisch motivierte Misshandlungen im Polizeigewahrsam bestätigen, wäre das ein echter Tiefschlag für den demokratischen Rechtsstaat“, sagte die Polizeiexpertin der Partei, Irene Mihalic, der „Rheinischen Post“. Der Polizei komme als Inhaberin des staatlichen Gewaltmonopols im Innern eine besondere Verantwortung zu. „Es stellt sich die Frage, ob es sich um Einzelfälle oder um eine strukturelles Problem handelt.“

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