Soldatengrab: SS-Runen, jahrzehntelang gepflegt


Mit einem Gedicht über den „süßen und ehrenhaften Tod fürs Vaterland“ wird auf dem Friedhof in Offenhausen dreier SS-Soldaten gedacht. Bis vor kurzem zierten das Kreuz auch SS-Runen und drei Stahlhelme. (Foto: OH)
  • In Offenhausen gibt es Unmut über ein Grab auf dem Kirchhof. Hier sollen drei Soldaten der Waffen-SS beerdigt sein.
  • Bis vor kurzem standen vor ihren Namen die SS-Runen, an die Enden eines Birkenkreuzes waren drei grüne Stahlhelme montiert.
  • Über Jahre wurde das Grab gepflegt und renoviert. Nun kritisiert eine Pfarrerin das Vorgehen scharf – und sieht sich nun Anfeindungen ausgesetzt.


Von Lisa Schnell|Süddeutsche.de

Tausende abgemagerte Elendsgestalten schleppten sich im April 1945 durch die Straßen von Hersbruck im Nürnberger Land. Viele konnten sich kaum auf den Füßen halten. Wer zusammenbrach, wurde zurückgelassen oder erschossen. Es waren Insassen der Außenlager des KZ Flossenbürg in Hersbruck und Happurg, die von den Nazis auf einen Todesmarsch nach Dachau geschickt wurden. Erst dieses Jahr, 70 Jahre später, soll eine Gedenkstätte entstehen, die an die Opfer erinnert. Dreier mutmaßlicher Täter wird dagegen seit Jahrzehnten gedacht.

weiterlesen

2 Comments

  1. Die Stelle an der mein Vater als Invalide und Rentner von 60 Jahren durch Russen wegen seiner Goldzähne im Wald ermordet wurde, die wurde viele Jahrzehnte ab und an mit Blumen und Wachslichtern geschmückt.

    Das hat mich verwundert, lebte doch im 3 km entfernten Ort niemand, der einen Bezug zur Person hatte. Ich habe erst 65 Jahre nach dem Mord erfahren, den Schulkindern galt der Platz als Grab eines unbekannten Soldaten. Mit Hilfe der Lehrerin habe ich dort einen Gedenkstein errichten lassen

    Der Totenkult ist ein fester Teil der westlichen Kultur, vollkommen anders als in arabischen Wüsten. Die Beduinen als Erfinder des Islams haben keine Gräber und Friedhöfe, sie besitzen nichts was man nicht binnen Stunden aufs Kamel verladen kann. Der tote Körper zählt nicht, er wird irgendwo achtlos verscharrt. Nur das Andenken an die Person zahlt als Kult.

    Dagegen haben nordafrikanische Kulturen Totenkulte mit Friedhöfen mit pompösen großen Grabbauen, in die vielfach Flüchtlingsfamilien eingezogen sind. Auf dem Zentralfriedhof von Kairo leben so etwa 60.000 – 100.000 Menschen

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.