Wackelstein auf dem Rosetta-Kometen


Der Wackelstein (3) auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko sieht als, als balanciere er auf dem Rand einer Vertiefung. © ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA
Wackelkandidat: Ein großer Felsbrocken auf dem Rosetta-Kometen sieht aus, als balanciere er auf der Kante einer Mulde. Solche Wackelsteine sind auch von der Erde bekannt – ob die wacklige Position des Felsens auf dem Kometen auf dieselbe Art entstanden ist, können die Astronomen jedoch noch nicht sagen. Mit der zunehmenden Aktivität des Kometen könnte sich die Position des Wackelsteins jedoch weiter verändern.


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Der von der Raumsonde Rosetta umkreiste Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko sorgt weiterhin für überraschende und faszinierende Bilder. Unter den Felsbrocken auf dem Kometen haben die Astronomen nun in der Region Aker eine besonders außergewöhnliche Felsformation entdeckt. Der größte Stein in einer Gruppe von drei Felsbrocken sticht heraus: Er scheint auf dem Rand einer Vertiefung zu balancieren und ruht offenbar nur auf einer sehr kleinen Auflagefläche.

Reise an den kippeligen Standort

Geologische Formationen dieser Art kommen auch auf der Erde vor. Die zum Teil riesigen Gesteinsbrocken berühren den Untergrund nur mit einem winzigen Teil ihrer Oberfläche und muten an, als würden sie jeden Moment umkippen oder herunterfallen. Einige lassen sich in der Tat bewegen und werden dann als Wackelsteine bezeichnet. In Deutschland finden sich solche etwa im Bayrischen Wald oder im Fichtelgebirge.

Oftmals sind diese Felsbrocken an Bord von Gletschern zu ihrem heutigen, kippeligen Standort gereist. In anderen Fällen haben Wind und Wasser weicheres Gestein in der Umgebung abgetragen und den Wackelstein freigelegt.

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