Studie: Bis zu 1.000 Missbrauchsopfer bei «Alternativer Liste»


Bild: WAZ
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Der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet von offenbar massiven sexuellen Missbrauch von Kindern in der Vorläuferorganisation des Landesverbands von Bündnis 90/Die Grünen/Berlin. Der Landesverband widerspricht, bisher seien nur zwei Fälle bekannt.


kath.net

In der Berliner Alternativen Liste, der Vorläuferorganisation des Landesverbands von Bündnis 90/Die Grünen, hat es offenbar massiven sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben. Das berichtet der Berliner «Tagesspiegel» (Mittwoch) unter Berufung auf eine Studie, die von den Landesvorsitzenden der Partei, Bettina Jarasch und Daniel Wesener, an diesem Tag vorgestellt wird. Danach gab es «bis zu 1.000 Opfer» sexueller Gewalt durch Parteimitglieder und Funktionäre der Alternativen Liste in den 1980er und 90er Jahren. In der 2014 vorgelegten Studie des Göttinger Politologen Franz Walter, der für die Bundespartei die Missbrauchsvorwürfe untersuchte, waren die Vorgänge in Berlin nicht enthalten.

Der Berliner Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen wies die Höhe der Missbrauchopferzahl zurück. „Diese Angabe im Tagesspiegel findet sich weder im Bericht wieder noch entspricht sie dem Kenntnisstand der Kommission“, sondern sei „eine spekulative Aussage“, „bereits am 27. März haben wir dies gemeinsam mit dem Kommissionsmitglied richtiggestellt“.

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