Blutspendentherapie: Anti-Aging durch junges Blut funktioniert anders als gedacht


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Die Spende von jungem Blut hilft offenbar dem älteren Körper – und Pharmafirmen möchten unbedingt wissen, warum. Wie sich zeigt, sind die Zusammenhänge allerdings ziemlich verwickelt.


Von Jan Osterkamp|Spektrum.de

Seit einiger Zeit hatten Forscher gehofft, das Blut von jungen Spendern könnte für den Körper von Älteren eine Art Jungbrunnen sein: Zumindest hatten Studien gezeigt, dass Blutkonserven von kräftigen und gesunden Jungmäusen die Muskeln von gebrechlichen Artgenossen stärken können. Diese Vermutung hatte auch schon Experimente befördert, bei denen zum Beispiel der Einfluss von jungem Blut auf den Fortschritt von Alzheimersymptomen bei Älteren untersucht wurde, um vielleicht ein Medikament entwickeln zu können, das ähnlich arbeitet. Dabei waren die Forscher auf ein bestimmtes Blutprotein namens GDF11 gestoßen, das die Ursache des Jungbrunneneffekts sein könnte und Hoffnung auf eine einfache und kräftigende Blutspendentherapie für Senioren machte. Diese Hoffnung scheint nun allerdings ganz zu platzen, denn eine neue Studie zeigt, dass das hoffnungsvolle Protein tatsächlich sogar das Gegenteil des Gewünschten bewirkt.

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