Luther würde heute im Knast sitzen


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Das reformatorische Erbe verpflichte Christen dazu, die Entwicklung der digitalen Technologien zu begleiten und sich kritisch damit auseinanderzusetzen. Dafür hat die Theologin Johanna Haberer am Donnerstag bei der Eröffnung des „Medienkonzils 2015“ in Nürnberg plädiert.


pro Medienmagazin

Die Reformation vor 500 Jahren sei ein Medienereignis gewesen und habe die menschliche Kommunikation sowie die Beziehung zwischen Gott und Mensch völlig verändert. Johanna Haberer, Professorin für Christliche Publizistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), sieht eine direkte Verbindung zwischen dem von Luther beschriebenen „Priestertum aller Getauften“ und der Entstehung von Öffentlichkeit, die der Buchdruck mit beweglichen Lettern mit ermöglichte. Plötzlich sei der Laie dazu in der Lage gewesen, seine Meinung öffentlich kund zu tun, sich unabhängig von der Kirche zu informieren und zu bilden. Die Druckmaschinen von damals vergleicht die Theologin mit den Servern von heute. „Luther würde heute twittern“, ist sie überzeugt.

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