Papst: Welt braucht mehr weibliche Kompetenz zur Konfliktlösung


Lilith.
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Papst Franziskus wünscht sich mehr „weiblichen Genius“ bei der Bewältigung globaler Probleme. Frauen hätten mit ihren typisch weiblichen Eigenschaften der Welt viel zu geben, „indem sie Sensibilität, Verständnis und Dialog bei der Lösung großer und kleiner Konflikte fördern, Wunden heilen, das Leben auf allen Stufen der Gesellschaft nähren und die Gnade und Zärtlichkeit verkörpern, die Versöhnung und Einigkeit in unsere Welt bringt“, schrieb er in einer Grußbotschaft an die Teilnehmer einer Frauenkonferenz in Rom. Dies alles mache den „weiblichen Genius“ aus, den die Gesellschaft dringend brauche.


kathweb

Franziskus verwies zudem auf die weltweit verbreitete Benachteiligung von Frauen. Im Westen erlebten Mütter Diskriminierung am Arbeitsplatz, weil sie oft gezwungen würden, zwischen Beruf und Familie zu entscheiden. In armen Ländern wird Frauen nach Franziskus‘ Worten die Hauptlast des Alltagslebens aufgebürdet. Der Papst prangerte in seinem Schreiben auch die hohe Müttersterblichkeit an sowie sexuellen Missbrauch, Zwangsehen und Gewalt bis hin zur Tötung von Mädchen und Frauen nur wegen ihres Geschlechts.

Die Konferenz befasst sich seit Freitag mit der Situation von Frauen mit Blick auf die Weiterentwicklung der UN-Millenniumsziele, die sogenannte Post-2015-Agenda. Darüber wird die Staatengemeinschaft im September in New York beraten. Ausrichter der Konferenz in Rom sind der Päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden sowie der „Weltbund Katholischer Frauenorganisationen“ und die „Weltfrauenallianz für Leben und Familie“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen von allen Kontinenten.