IOR: Nettogewinn von 69,3 Millionen Euro


Alter Wehrturm: Der Sitz des IOR im Vatikan – EPA
2014 war ein positives Jahr für die Vatikanbank IOR: mit einem Nettogewinn von 69,3 Millionen Euro, im Vergleich zu den rund 2,9 Millionen im Vorjahr. Im Gespräch mit Radio Vatikan bestätigte diese Zahlen Max Hohenberg aus dem Medienbüro der Vatikanbank. Er betont eine „normale wirtschaftliche Entwicklung“.


Radio Vatikan

Diese Verbesserung von rund 66,4 Millionen Euro ist laut dem neuesten Bericht auf Wertpapierhandel und den Rückgang von Betriebskosten zurückzuführen. Laut Hohenberg hat der Vatikanstaat nun auch alle finanziellen Richtlinien an internationale Standards angepasst. Das Institut erfülle die „Compliance“ Regeln. Vom jetzigen Gewinn will die Bank 55 Millionen an den Heiligen Stuhl abführen, 14,3 Millionen fließen in Reserven.

Die Kunden seien der Vatikanbank treu geblieben, mit einem kleinen Aufschwung: Rund sechs Milliarden Euro Rücklagen folgen auf mehr als 15.000 Kunden. Von Mai 2013 bis zum 31.Dezember 2014 hat die Vatikanband 4.614 Konten geschlossen – 2.600 waren „schlafende Konten“, also inaktive Konten, 554 davon waren nicht autorisiert, also Laien, und 1.460 sind „natürlich ausgelaufen“. Die Gesamtzahl der Konten sank laut Bilanz leicht von 15.495 auf 15.181. Darauf lagerten 6 Milliarden Euro (2013: 5,9 Milliarden). Das Eigenkapital der Bank betrug Ende 2014 insgesamt 695 Millionen Euro
(2013: 720 Millionen).

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