Waldrapp in Palmyra: IS-Einmarsch bedroht auch seltene Vogelart


Waldrapp-Jungvogel (Geronticus eremita). Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0
Angesichts der vielen Gräueltaten der Terrormiliz ist es nur eine Randnotiz, für Naturschützer dürfte es dennoch eine traurige Nachricht sein: Die Eroberung der Oasenstadt Palmyra durch den IS könnte auch das Ende der letzten Waldrappe Syriens bedeuten.


SpON

Der „Islamische Staat“ (IS) hat vor wenigen Tagen Palmyra besetzt. Meldungen zufolge werden Anhänger von Dikator Assad systematisch aufgespürt und ermordet.

Den Ruinen der antiken Oasenstadt, die zum Weltkulturerbe zählen, droht die Zerstörung.

Ein Bericht der britischen BBC zeigt also bei weitem nicht das drängendste Problem in der besetzten syrischen Stadt auf, es ist jedoch ein weiteres Beispiel für die Zerstörung, die der IS über Syrien bringt.

Die letzten Waldrappe Syriens brüteten nahe Palmyra. Drei Vögel wurden laut dem Bericht in Gefangenschaft gehalten. Nachdem ihre Betreuer wegen der Kämpfe geflohen sind, weiß man nicht, was aus ihnen geworden ist. Wo sich ein bestimmtes Waldrapp-Weibchen aufhält, ist auch unbekannt: Es geht um den einzigen Vogel, der die Reiseroute vom Brutquartier in Syrien zum Winterquartier in Äthiopien zuverlässig kennt und daher enorm wichtig ist, um die Zugvogel-Population zu erhalten.

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