Amnesty International wirft Hamas „brutale Kampagne“ vor


Hamas-Kämpfer hätten mindestens 23 Palästinenser hingerichtet und Dutzende weitere gefoltert, schreibt AI. – Foto: dpa
Während des Gazakrieges töteten vermummte Hamas-Kämpfer zahlreiche Palästinenser, die für Israel spioniert haben sollen. Amnesty International (AI) sieht darin ein System: Die Hamas wollte in Gaza ihre Gegner ausschalten.


DER TAGESSPIEGEL

In den Wirren des Gaza-Kriegs im vergangenen Sommer hat die im Gazastreifen herrschende Hamas nach Angaben von Amnesty International (AI) dutzende Palästinenser hingerichtet oder gefoltert. Die radikalislamische Organisation habe den Konflikt „für eine schamlose Abrechnung“ mit ihren Gegnern ausgenutzt, kritisiert die Menschenrechtsorganisation in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Die israelische Luftwaffe flog derweil Angriffe auf mehrere Ziele im Gazastreifen.

Die Hamas habe den Krieg mit Israel genutzt, um Gegner zu beseitigen

Die Hamas habe den Konflikt mit Israel genutzt, um sich ihrer Gegner im Gazastreifen zu entledigen, heißt es in dem AI-Bericht. Sie habe mindestens 23 Palästinenser hingerichtet und Dutzende weitere gefoltert. Die Hamas habe „eine brutale Kampagne mit Entführungen, Folter und Verbrechen gegen Palästinenser“ geführt, denen Zusammenarbeit mit Israel zur Last gelegt worden sei.

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