Dänemark: Moderator tötet Kaninchen während Radiosendung


Das Kaninchen Allan wurde während der Live-Sendung getötet. / Bild: (c) Screenshot/Facebook-Seite von Radio24syv
Der Sender wollte mit der Aktion auf die grausamen Methoden der Agrarwirtschaft aufmerksam machen. Im Studio kam es zu einem Tumult.


Die Presse

Die Tötung eines Kaninchens während einer Radio-Sendung hat in Dänemark für Aufsehen gesorgt. Der Sender Radio24syv rechtfertigte die Aktion am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter: „Wir haben es nicht um der Unterhaltung willen getan.“ Tausende Tiere würden täglich getötet, damit Menschen sie essen könnten. Es gehe darum, auf die grausamen Methoden der Agrarwirtschaft aufmerksam zu machen.

Moderator Asger Juhl, hatte das junge Kaninchen namens Allan am Montag während der Sendung mit mehreren Schlägen mit einer Luftpumpe auf den Kopf getötet. Damit habe die „Heuchelei“ der Dänen beim Tierschutz entlarvt werden sollen, twitterte der Sender.

Im Studio kam es zu einem Tumult, als Reality-Showstar und Tierrechteaktivistin Linse Kessler versuchte, das Kaninchen zu retten und Juhl durch das Studio jagte, bevor sie es verlassen musste. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb Kessler, sie hätte das Tier fassen und Juhl entwinden können, habe aber gefürchtet, dass es dadurch noch größeren Schaden erlitten hätte.

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3 Comments

  1. Ich finde die Aktion auch gut! Man sieht doch, was für eine Wirkung sie hat! Es entstehen Gespräche über Prioritäten und „wieviel ist welches Leben wert..“ – und da er das Tier ordentlich zubereitet hat und gegessen hat, ist alles iO. Was ist schon schlimm dran ein Kaninchen in die Brotdose zu packen?

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  2. Täglich werden weltweit Menschen getötet. Wenn man darauf aufmerksam machen möchte und die Heuchelei beim Schutz von Menschenrechten entlarven will, muss man doch nicht gleich einen Moderator erschlagen ? (Wenn aber doch, dann wenigstens diesen Asger Juhl 😦 )

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