Ozon: Was wäre wenn…


Entwicklung des antarktischen Ozonlochs von 1957 bis 2001 © RedAndr/ CC-by-sa 3.0
Ein Ozonloch über dem Nordpol, UV-Alarm in unseren Breiten und viermal so viel Hautkrebs: Wenn es 1987 das Montreal-Protokoll zum Schutz der Ozonschicht nicht gegeben hätte, wäre all dies heute Realität. Das belegt eine ungewöhnliche „Was wäre wenn“-Studie von Klimaforschern im Fachmagazin „Nature Communications“. Ihre Simulation belegt, dass das Verbot vieler ozonzerstörender Substanzen sich bereits messbar positiv auf die Ozonschicht ausgewirkt hat.


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Die irdische Ozonschicht ist unser wichtigster Schutz vor schädlicher UV-Strahlung. Doch anthropogene Emissionen chlorhaltiger Treibgase und anderer Halogenkohlenwasserstoffe setzte in der Ozonschicht eine zerstörerische Kettenreaktion in Gang, die über der Antarktis ein Ozonloch verursachte und die Ozonschicht auch in anderen Regionen ausdünnte. Um dem Einhalt zu gebieten, beschloss die internationale Staatengemeinschaft 1987 im Montreal-Protokoll, chlor- und bromhaltige ozonabbauende Substanzen zu verbieten oder ihre Produktion zumindest stark zu reduzieren.

Was wäre wenn…?

Allerdings war damals schon klar, dass sich die Ozonschicht wegen der Langlebigkeit der Chlorverbindungen nur mit großer Verzögerung erholen wird. So hat sich das antarktische Ozonloch zwar seither bereits verkleinert, im Winter 2011 riss aber dafür ein Ozonloch über dem Nordpol auf, ausgelöst durch eine ungewöhnliche Kälte. Studien zeigen zudem, dass die irdische Ozonschicht noch immer um rund vier Prozent unter dem langjährigen Mittel liegt.

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