Konvertiten und Islamismus: „Das sind die 150-Prozentigen“


A fighter of the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) holds an ISIL flag and a weapon on a street in the city of Mosul, June 23, 2014. U.S. Secretary of State John Kerry held crisis talks with leaders of Iraq's autonomous Kurdish region on Tuesday urging them to stand with Baghdad in the face of a Sunni insurgent onslaught that threatens to dismember the country. Picture taken June 23, 2014. REUTERS/Stringer (IRAQ - Tags: CIVIL UNREST POLITICS TPX IMAGES OF THE DAY) - RTR3VIB1
A fighter of the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) holds an ISIL flag and a weapon on a street in the city of Mosul, June 23, 2014.
Der 23-jährige mutmaßliche IS-Kämpfer aus Freiburg ist ein weiteres Beispiel für die Islamisierung junger Männer hierzulande: Vom Konvertiten zum Radikalen innerhalb kurzer Zeit.


Von Biggi Hoffmann|SWR Fernsehen

Der junge Mann, der möglicherweise aus Baden stammt, soll sich im Irak selbst in die Luft gesprengt und Dutzende mit in den Tod gerissen haben. Der 23-Jährige ist offenbar ein Konvertit, der sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen im vergangenen Jahr radikalisiert habe – ein typischer Verlauf bei vielen radikalen Islamisten, wie ARD-Terrorismusexperte Holger Schmidt erläutert: „Immer wieder gibt es diese Biographien von jungen Leuten, die sich von dieser Ideologie so sehr angezogen fühlen, dass sie in eine Art Sog geraten, verstärkt durch Propaganda, Videos und Botschaften, die sie im Internet finden.“ In relativ kurzer Zeit seien sie dazu entschlossen, alles hinter sich zu lassen: „Sie meinen, sie müssten nun selbst kämpfen, und sie sind auch dazu bereit ihr Leben zu geben.“

weiterlesen